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Dolormin

Dolormin Schmerztabletten ist ein schmerzstillendes, entzündungshemmendes und fiebersenkendes Arzneimittel. Es wirkt bei leichten bis mäßig starken Schmerzen (z.B. Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Regelschmerzen) sowie Fieber.

Der Schmerz ist eine notwendige Funktion zum Schutz des Körpers. Er hilft, schädigende Reaktionen wahrzunehmen und entsprechend zu reagieren. Entsteht ein Schmerz werden Botenstoffe (so genannte Prostaglandine) abgesondert, die die Nervenenden anregen und Schmerzsignale an das Gehirn leiten. Im Gehirn findet Wahrnehmung und Verarbeitung der Schmerzen statt. Dabei verfügt auch die Entzündung über eine Schutzfunktion. In diesem Fall werden durch die Prostaglandine Immunzellen angekurbelt, um eingedrungene Bakterien, Viren, Fremdstoffe etc. aufzuhalten. Die Folge: Rötung und Schwellung des entzündeten Gewebes. Bei bekanntem Schmerzauslöser sowie bei chronischen Erkrankungen haben Entzündung und Schmerzen die Schutzfunktion verloren. Dann sollte der Schmerz mit Medikamenten therapiert werden.

Dolormin Schmerztabletten enthalten den Wirkstoff Ibuprofen, wobei das bewährte Ibuprofen mit Lysin (ein körperverwandter Eiweißbaustein), verbunden ist. Die Kombination des Ibuprofens mit Lysin führt dazu, dass sich das in Dolormin enthaltene Ibuprofen rasch im Magen auflöst. Das begünstigt eine schnelle Wirkstoffaufnahme aus dem Magen-Darm-Bereich in die Blutbahn. Mit dem Resultat, einer schnellen Linderung des Schmerzes.

Dabei ist der Wirkstoff Ibuprofen ein nichtsteroidales Antiphlogistikum. Diese Arzneistoffgruppe verlangsamt die Erzeugung von Prostaglandinen und mindert dadurch die Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Ibuprofen hemmt Entzündungen, reduziert Schwellungen und lindert den Schmerz. Durch die Beeinflussung des Temperaturregelzentrums im Gehirn hat Dolormin zusätzlich eine fiebersenkende Wirkung.

Da Schmerztabletten mit 342 bis 684 mg des Wirkstoffs Ibuprofen, DL-Lysinsalz in den meisten Fällen schon eine deutliche Linderung der Schmerzen bewirken, ist oftmals die Einnahme zusätzlicher schmerzlindernder Mittel nicht mehr erforderlich.

Eine Dolormin Schmerztablette enthält 200 mg Ibuprofen (entsprechend 342 mg Ibuprofen, DL-Lysinsalz). Die sonstigen Bestandteile sind: Povidon, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat, Hypromellose, Hyprolose, Titandioxid (E 171).

Hinweise: Dolormin Schmerztabletten dürfen nicht eingenommen werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber Ibuprofen oder einem der sonstigen Bestandteile besteht. Wenn in der Vergangenheit mit Asthmaanfällen, Nasenschleimhautschwellungen oder Hautreaktionen nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern reagiert wurde. Bei bestehenden oder in der Vergangenheit aufgetretenen Magen- oder Darmgeschwüren oder bei Magen- oder Darmblutungen sowie schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen oder unkontrollierten Herzbeschwerden, darf Dolormin nicht verwendet werden. In den letzten drei Monaten der Schwangerschaft darf das Medikament ebenfalls nicht angewendet werden. Im ersten und zweiten Schwangerschaftsdrittel sollten Dolormin Schmerztabletten nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Wird während einer längeren Einnahme von Dolormin Schmerztabletten eine Schwangerschaft festgestellt, ist der Arzt zu benachrichtigen. Bei kurzfristiger Einnahme der empfohlenen Dosis bei leichten bis mäßig starken Schmerzen oder Fieber ist eine Unterbrechung des Stillens nicht erforderlich.

Nebenwirkungen: Gelegentlich kann es zu Magen-Darm-Beschwerden (wie Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit), Kopfschmerzen, Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Hautjucken sowie Asthmaanfällen (eventuell mit Blutdruckabfall) kommen. Selten wurden Blähungen, Durchfall, Verstopfung und Erbrechen beobachtet. Sehr selten treten Magen-Darm-Geschwüre, unter Umständen mit Blutung und Durchbruch auf. Sollten stärkere Schmerzen im Oberbauch, Bluterbrechen, Blut im Stuhl oder eine Schwarzfärbung des Stuhls auftreten, muss Dolormin Schmerztabletten abgesetzt und sofort ein Arzt informiert werden. Sehr selten kann es auch zu einer Verminderung der Harnausscheidung und Ansammlung von Wasser im Körper (Ödeme) kommen. Diese Zeichen können Ausdruck einer Nierenerkrankung bis hin zum Nierenversagen sein. Sollten die genannten Symptome auftreten oder sich verschlimmern, sind die Dolormin Schmerztabletten abzusetzen und sofort ein Arzt aufzusuchen. Sehr selten treten auch: eine Nierengewebsschädigung (Papillennekrosen), insbesondere bei Langzeittherapie; eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut; Leberschäden, insbesondere bei Langzeittherapie; schwere Hautreaktionen wie Hautausschlag mit Rötung und Blasenbildung auf. Auch Störungen der Blutbildung können sehr selten auftreten. Erste Anzeichen können sein: Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippeartige Beschwerden, starke Abgeschlagenheit, Nasenbluten und Hautblutungen. In diesen Fällen ist Dolormin sofort abzusetzen und ein Arzt aufzusuchen. Jegliche Selbstbehandlung mit schmerz- oder fiebersenkenden Arzneimitteln sollte unterbleiben. Sehr selten wurden die Anzeichen einer Hirnhautentzündung (aseptische Meningitis) wie starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung beobachtet. Ein erhöhtes Risiko scheint für Personen zu bestehen, die bereits an bestimmten Erkrankungen des Immunsystems (systemischer Lupus erythematodes oder Mischkollagenosen) leiden. Auch schwere Überempfindlichkeitsreaktionen können auftreten. Anzeichen hierfür können sein: Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf mit Einengung der Luftwege, Atemnot, Herzjagen, Blutdruckabfall bis zum lebensbedrohlichen Schock. Bei Auftreten einer dieser Erscheinungen, die schon bei Erstanwendung vorkommen können, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.

Dolormin Schmerztabletten sind in der Apotheke/ Versandapotheke erhältlich.

Thema: Schmerzen veröffentlich am Dienstag, 04. September 2007

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