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Legalon

Legalon forte zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose.

Als zentrales Organ des gesamten Stoffwechsels übernimmt die Leber neben der Produktion von Gallenflüssigkeit den gesamten Verdauungsstoffwechsel und den Abbau von Stoffwechselprodukten (Entgiftungsreaktion). Dabei werden Medikamente, Alkohol, Umweltschadstoffe und Nahrungsmittelmittelzusätze von ihr aufgenommen und abgebaut. Bei diesem Vorgang entstehen freie Radikale, die die Zellwände des Organs angreifen können. Wird das Organ zudem stark überlastet, wird die natürliche Zellerneuerung gestört und die Leber kann ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen. In einigen Fällen wird dieser Prozess auch von einer Entzündung begleitet. Woraus sich am Ende eine Leberzirrhose entwickelt, bei der immer mehr funktionsfähige Zellen durch narbiges Bindegewebe ersetzt werden.

Darüber hinaus kann die Leber auch durch fettiges und umfangreiches Essen sowie Erreger geschädigt werden. Wobei typische Symptome oder Schmerzen über einen längeren Zeitraum oft unbemerkt bleiben. Einige Beschwerden sind eher unspezifisch und werden deshalb auch oft als Alltagsschmerzen eingestuft.

Folgende Anzeichen können auf eine Erkrankung der Leber hinweisen:
• Abgespanntheit und Aufmerksamkeitsstörungen
• Unangenehme Empfindung auf der Haut (Juckreiz)
• Schmerzen im Oberbauch, Druck- und Völlegefühl
• Brauner Urin und lehmiger Stuhlgang
• Allgemeiner Appetitverlust und Ekel vor bestimmte Nahrungsmitteln
• Aufgeblähter Bauch und Veränderung des Gewichts
• Übelkeit und Erbrechen
• Häufiges Nasenbluten und Blutergüsse
• Gelbfärbung der Haut oder Augen
• Wiederholte Muskel- und Gelenkschmerzen
• Verringerung der Körperbehaarung beim Mann (Brust- oder Bauchbereich)

Nicht jedes Symptom muss auf eine Lebererkrankung hindeuten, aber die Ursache sollte durch einen Arzt abgeklärt werden, gerade dann, wenn sie schon häufiger aufgetreten sind.

Der in Legalon forte enthaltende Extrakt aus den Früchten der Mariendistel kann Leberschäden vorbeugen und soll helfen, eine angegriffene Leber zu regenerieren. Die schützende Wirkung wird über den Inhaltsstoff Silymarin, einem Komplex aus Flavonolignanen, erreicht. Silymarin ist der Wirkstoff der Mariendistel. Es ist ein Gemisch aus verschiedenen leberschützenden Substanzen, die sich hauptsächlich in den Früchten der Mariendistel befinden. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Silymarin die Zerstörung der Zellwände unterbricht und andererseits das Eindringen von Giften in die Leberzelle verhindert. Darüber hinaus fördert es die Regeneration von Lebergewebe durch Erhöhung der Eiweißherstellung, indem es ein daran beteiligtes Enzym (Polymerase A) aktiviert. Dadurch wird zusätzlich die Neubildung von Leberzellen angeregt.

Die Hauptwirkung des Wirkstoffes Mariendistel in Legalon forte:
• entgiftend durch Absicherung der Leberzellen vor Zellgiften
• erholend für die Zellen der Leber
• fängt freie Radikale ab, die bei der Entgiftung in der Leber anfallen
• gallefördernd und leicht abführend

Mariendistelpräparate (wie z.B. Legalon forte) werden in der Medizin als ergänzende Behandlung von chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen und Leberzirrhose eingesetzt. Hauptsächlich bei Schäden, die z. B. durch Alkohol und Medikamente entstanden sind, wird der Regenerationsprozess auf sanfte Art unterstützt. Damit aber die unterstützende Behandlung mit Legalon forte erfolgreich sein kann, müssen alle Ursachen der Erkrankung bekämpft werden.

Hinweis: Legalon ist nicht zur Behandlung von akuten Vergiftungen geeignet. Da zur Anwendung dieses Arzneimittels bei Kindern keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, sollte Legalon nicht bei Kindern unter 12 Jahren angewendet werden. Zur Anwendung von Legalon forte in der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine Erfahrungen vor. Deshalb sollte eine Anwendung nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Nebenwirkungen: Selten wird bei der Anwendung von Legalon forte eine leicht abführende Wirkung beobachtet. Treten zusätzlich Nebenwirkungen auf, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.

Thema: Leber-Galle veröffentlich am Donnerstag, 13. September 2007

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