Die Drogeriemarktkette Schlecker scheint die Planungen für einen Einstieg in den deutschen Apothekenmarkt abgeschlossen zu haben, so die "Financial Times Deutschland" (FTD).
Das Familienunternehmen plant demnach eine Versandhandelsapotheke in den Niederlanden und gleichzeitig einen eigenen Pharmagroßhandel in Ehingen (Baden-Württemberg) aufzubauen. Die Kette vermutet, dass der Europäische Gerichtshof das Fremdbesitzverbot für Apotheken in Deutschland aufhebt.
Das Regierungspräsidium Tübingen bestätigte der FTD, dass der Apotheker Klaus Hübner im August 2008 eine Pharmagroßhandelserlaubnis beantragt hat. Diese wird in diesen Tagen erwartet. Das Unternehmen soll Apothekerdienstleistungsgesellschaft (APDG) heißen und von Hübner in Ehingen betrieben werden. Branchenkreisen zufolge, soll ausschließlich Schlecker beliefert werden.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) gab außerdem bekannt, dass Schlecker für seine Planungen bei der Industrie wirbt. Laut einem Protokoll, das der "Financial Times Deutschland" vorliegt, hat die Drogeriemarktkette vor, rezeptpflichtige und bis zu 600 frei verkäufliche Arzneimittel über seine Versandapotheke anzubieten. Die Endverbraucher sollen maximal 25 % Rabatt erhalten. Schlecker dementiert diese Pläne.
Thema: www Apotheken-Nachrichten veröffentlich am Donnerstag, 11. Oktober 2007
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