Otriven gegen Schnupfen 0,1% Nasenspray zur Abschwellung der Nasenschleimhaut bei Schnupfen, anfallsweise auftretendem Fließschnupfen, allergischem Schnupfen und zur Erleichterung des Sekretabflusses bei Entzündung der Nasennebenhöhlen sowie Katarrh des Tubenmittelohrs in Verbindung mit Schnupfen.
Im Durchschnitt hat ein Erwachsener zweimal im Jahr einen Schnupfen. Beim Erkältungsschnupfen handelt es sich fast immer um eine virusbedingte Erkrankung. Nahezu 200 unterschiedliche Viren können einen Schnupfen auslösen. In den meisten Fällen kann das körpereigene Immunsystem die Erreger gut abwehren. Durch einen unerwarteter Wetterwechsel, Stress oder verminderte Abwehrkräfte kann die Vermehrung der Viren aber begünstigt werden. Diese verursachen dann innerhalb von 3 Tagen eine Entzündung mit starkem Anschwellen der Nasenschleimhaut, wodurch die Nase verstopft.
Anzeichen eines Erkältungsschnupfens:
• In der Nase brennt und kribbelt es.
• Häufige Niesattacken und Druck im Kopf.
• Die Nase läuft mit dünnflüssigem, klarem Sekret.
• Das Sekret wir allmählich zähflüssiger und gelblicher.
• Die Nasenschleimhaut schwillt an und rötet sich. Die Nase ist verstopft.
• Das Luftholen durch die Nase fällt schwer, man kann kaum schmecken und riechen.
Otriven 0,1% Nasenspray enthält den Wirkstoff Xylometazolin. Dieses abschwellende Schnupfenmittel bewirkt eine Verengung der kleinen Blutgefässe in der Nasenschleimhaut. Wodurch die Nasenschleimhaut abschwillt und weniger Sekret gebildet wird. Die Zugänge zu den Nasennebenhöhlen werden gleichzeitig geöffnet, so dass bereits vorhandenes Sekret abfließen kann. Bakterien wird dadurch der Nährboden entzogen, auf denen sie sich weiter vermehren können. Otriven wirkt schnell und lang anhaltend.
Eigenschaften des Otriven Nasenspray Wirkstoffes Xylometazolin
Xylometazolin gehört zur großen Gruppe der Sympathomimetika. Das sind Arzneistoffe mit adrenalinähnlicher Wirkung. Das Hormon Adrenalin ist ein körpereigener Botenstoff. Dieser stimuliert den Sympathikus, ein Teil des vegetativen Nervensystems, der den Körper in Alarmbereitschaft und Leistungsfähigkeit versetzt. Xylometazolin besitzt aber nur im geringen Maße die Wirkungen des Adrenalins. Der Arzneistoff wirkt insbesondere gefäßverengend auf die Blutgefäße.
Ein Milliliter Otriven Lösung enthält als arzneilich wirksamen Bestandteil: 1 mg Xylometazolinhydrochlorid. Die sonstige Bestandteile: Gereinigtes Wasser; Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend); Natriumdihydrogenphosphat-Dihydrat; Hypromellose; Natriumchlorid; Natriummonohydrogenphosphat-Dodecahydrat; Natriumedetat; Benzalkoniumchlorid (Konservierungsmittel).
Hinweise: Otriven gegen Schnupfen 0,1% Nasenspray darf nicht angewendet werden bei: Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile des Arzneimittels; trockener Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis sicca); Zustand nach transphenoidaler Hypophysektomie oder anderen operativen Eingriffen, die die Dura Mater freilegen; Engwinkelglaukom; Säuglingen und Kleinkindern unter 6 Jahren. Wegen des Gehaltes an Benzalkoniumchlorid als Konservierungsmittel darf Otriven gegen Schnupfen 0,1 % bei bekannter Überempfindlichkeit gegen diese Substanz nicht angewendet werden. Dieses Arzneimittel darf nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden bei: Personen, die mit Monoaminooxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) und anderen potentiell blutdrucksteigernden Arzneimitteln behandelt werden; erhöhtem Augeninnendruck, insbesondere Engwinkelglaukom; schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit, Hypertonie); Phäochromozytom; Stoffwechselstörungen (z. B. Hyperthyreose, Diabetes) und Porphyrie. Otriven 0,1 % Nasenspray sollte bei Prostatahyperplasie nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden, da bei einer potentiellen systemischen Aufnahme von Xylometazolin nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Widerstand am Blasenausgang und der Prostatamuskulatur negativ beeinflusst wird. Bei längerer Anwendung und Überdosierung von schleimhautabschwellenden Sympathomimetika kann es zu einer reaktiven Hyperämie der Nasenschleimhaut kommen. Durch diesen Rebound-Effekt kommt es zu einer Verengung der Luftwege mit der Folge, dass das Arzneimittel wiederholt bis hin zum Dauergebrauch eingesetzt wird. Die Folge sind chronische Schwellungen (Rhinitis medicamentosa) bis hin zur Atrophie der Nasenschleimhaut (Stinknase). In leichteren Fällen kann erwogen werden, das Sympathomimetikum erst an einem Nasenloch abzusetzen und nach Abklingen der Beschwerden auf die andere Seite zu wechseln, um wenigstens einen Teil der Nasenatmung aufrecht zu halten. Bei gleichzeitiger Anwendung von Monoaminooxidase-Hemmern vom Tranylcypromin-Typ oder trizyklischen Antidepressiva kann durch kardiovaskuläre Effekte dieser Substanzen eine Erhöhung des Blutdrucks auftreten. Otriven soll in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, da unzureichende Untersuchungen über das ungeborene Kind vorliegen. Eine Anwendung in der Stillzeit sollte unterbleiben, da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Bei längerer Applikation oder höherer Dosierung von Otriven gegen Schnupfen 0,1 % sind systemische Effekte mit kardiovaskulären oder zentralnervösen Wirkungen nicht auszuschließen. In diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges und zur Bedienung von Maschinen beeinträchtigt sein.
Nebenwirkungen: Otriven gegen Schnupfen 0,1 % kann insbesondere bei empfindlichen Patienten vorübergehende leichte Reizerscheinungen (Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut) hervorrufen. Häufig kann es nach Abklingen der Wirkung zu einer verstärkten Schleimhautschwellung (reaktive Hyperämie) kommen. Längerer oder häufiger Gebrauch sowie höhere Dosierung von Xylometazolin kann intranasal zu Brennen oder Trockenheit der Schleimhaut sowie einer reaktiven Kongestion mit Rhinitis medicamentosa führen. Dieser Effekt kann schon nach 5-tägiger Behandlung auftreten und nach fortgesetzter Anwendung eine bleibende Schleimhautschädigung mit Borkenbildung (Rhinitis sicca) hervorrufen. Selten treten Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder auch Müdigkeit auf. Bei topischer intranasaler Anwendung kommt es gelegentlich zu systemischen sympathomimetischen Effekten wie z. B. Herzklopfen, Pulsbeschleunigung, Blutdruckanstieg.
Otriven gegen Schnupfen 0,1% Nasenspray (Hersteller: Novartis Consumer Health GmbH) ist in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
Thema: Atemwege-Hals veröffentlich am Freitag, 12. Oktober 2007
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