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Enteroplant

Enteroplant Kapseln zur Einnahme bei dyspeptischen Beschwerden, besonders mit leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Blähungen und Völlegefühl.

Wird zu schnell, zu viel oder zu reichhaltig gegessen, treten Magenproblem auf. Hat sich der Magen nach einiger Zeit wieder beruhigt, gehen die Beschwerden aber wieder vollständig zurück. Einige Menschen werden jedoch ohne feststellbaren Auslöser vorübergehend oder fortwährend von Beschwerden im Magen-Darm-Trakt geplagt. In den meisten Fällen ist ein so genannter Reizmagen der Auslöser für die Beschwerden (z.B. Bauchkrämpfe, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit). Mehr als 20 Millionen Menschen suchen deswegen jedes Jahr eine Arztpraxis auf. Trotz genauer Untersuchung kann häufig eine organische Erkrankung ausgeschlossen werden.

Dabei wird die gesamte Verdauungsfunktion über ein Geflecht von mehr als 100 Millionen Nervenzellen im Magen-Darm-Bereich, dem so genannte Bauchhirn, gelenkt. Das Gehirn leitet im Normalfall Reize aus der Umwelt an den Magen-Darm-Trakt weiter. Daher kann es vorkommen, das in einer stressigen Situation oder vor einer wichtigen Entscheidung, dass Bedürfnis besteht, dringend auf die Toilette zu müssen. Die Reizverarbeitung funktioniert aber auch in entgegengesetzter Richtung, nämlich vom Bauchhirn an das Gehirn. Ist allerdings die Reizverarbeitung gestört, z.B. nach einer Magen-Darm-Grippe, stimmt der Informationsfluss zwischen Bauch und Kopf nicht mehr. Die Nerven des Bauchhirns melden dann an das Gehirn eine Überdehnung und Schmerzen. Darüber hinaus bringt das Bauchhirn auch den Transport von Nahrung durch den Magen-Darm-Trakt durcheinander. Was wiederum zu den typischen Beschwerden, wie Völlegefühl oder Blähungen führt.

Bei Problemen im Magen-Darm-Bereich sollte daher ein Mittel eingenommen werden, welches die Beschwerden lindern und gleichzeitig die überreizten Nerven des Bauchhirns beruhigen kann. Die Enteroplant Kapseln enthalten eine hochkonzentrierte Wirkstoffkombination aus Pfefferminz- und Kümmelöl. Dabei löst Enteroplant zum einen Krämpfe und Anspannungen im Magen-Darm-Bereich und beseitigt Blähungen. Zum anderen wird die Verdauung normalisiert, indem das Bauchhirn wieder in seinen beständigen Rhythmus geführt wird. Dadurch entspannt Enteroplant bei regelmäßiger Einnahme den gestressten Magen-Darm-Bereich und bringt diesen wieder ins Gleichgewicht.

Eigenschaften der arzneilichen Wirkbestandteile von Enteroplant
Die Pfefferminzblätter enthalten ein ätherisches Öl, dessen Hauptbestanteil Menthol ist. Zu den weiteren Inhaltsstoffen gehören: Flavonoide, Gerbstoffe, wachsartige Stoffe. Die Pfefferminze wird bei Beschwerden der Gallenblase und der Gallenwege sowie krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich verwendet. Darüber hinaus kann das Pfefferminzöl bei Fieber, Erkältungen, Schnupfen und bei Infektionen der oberen Atemwege angewandt werden.

Die Kümmelfrüchte enthalten ebenso ätherisches Öl, das hauptsächlich aus Carvon und Limonen besteht. Des Weiteren beinhalteten die Kümmelfrucht fettes Öl, Polysaccharide und Eiweiß. Die Wirkung von Carvon wird als wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze beschrieben. Im Zusammenhang mit Limonen, soll die Bildung entgiftender Enzyme in der Leber unterstützt werden. Da das ätherische Öl krampflösend und blähungstreibend wirkt, eigenen sich die Kümmelfrüchte besonders zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen und Völlegefühl.

Eine magensaftresistente Weichkapsel Enteroplant enthält als arzneilich wirksame Bestandteile 90 mg Pfefferminzöl und 50 mg Kümmelöl. Die sonstigen Bestandteile sind: Dibutylphthalat, Gelatinepolysuccinat, Glycerol 85%, Hypromellosephthalat, mittelkettige Triglyceride, Natriumsulfat, Natriumchlorid, Sorbitol (Ph. Eur.), gereinigtes Wasser, Titandioxid, Eisenoxidhydrat, Patentblau V, Chinolingelb.

Magen- und Darmbeschwerden können aber auch einen Hinweis für Erkrankungen sein, die einer ärztlichen Abklärung und Behandlung bedürfen. Aus diesem Grund ist es erforderlich, bei Beschwerden, die länger als 1 Woche andauern oder periodisch wiederkehren, einen Arzt aufzusuchen.

Hinweise: Enteroplant darf nicht eingenommen werden, bei: bekannter Überempfindlichkeit gegen die Hauptbestandteile (Pfefferminz, Kümmel bzw. andere Doldengewächse) oder einen der sonstigen Bestandteile, Verschluss der Gallenwege, Gallenblasenentzündungen, schweren Leberschäden. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Enteroplant ist erforderlich bei Gallensteinleiden. In diesem Fall ist vor der Einnahme des Arzneimittels, der Arzt zu befragen. Da Enteroplant Sorbitol enthält, ist das Arzneimittel erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen, wenn bekannt ist, dass eine Zuckerunverträglichkeit vorliegt. Da zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren keine ausreichend dokumentierten Untersuchungen vorliegen, soll Enteroplant bei dieser Personengruppe nicht angewendet werden. Aus der verbreiteten Anwendung von Kümmel in Lebens- und Genussmittel sowie von Minzöl und Pfefferminzöl als Geschmacksstoff und aus orientierenden experimentellen Untersuchungen haben sich bisher keine Anhaltspunkte für Risiken während der Schwangerschaft und Stillzeit ergeben.

Nebenwirkungen: Bei empfindlichen Personen können Magenbeschwerden (z.B. Aufstoßen) auftreten. Sehr selten wurden allergische Reaktionen beobachtet. Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion ist Enteroplant abzusetzen und ein Arzt zu kontaktieren. Treten Nebenwirkungen auf, die nicht in der Gebrauchsinformation aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.

Enteroplant Kapseln (Hersteller: Spitzner Arzneimittel GmbH) sind in der Apotheke und Onlineapotheke erhältlich.

Thema: Magen-Darm veröffentlich am Dienstag, 23. Oktober 2007

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