Olynth 0,1 % Nasentropfen zur Nasenschleimhautabschwellung bei Schnupfen, anfallsweise auftretenden Fließschnupfen (Rhinitis vasomotorica) und allergischem Schnupfen (Rhinitis allergica). Ebenso zur Erleichterung des Sekretabflusses bei Entzündung der Nasennebenhöhlen sowie bei Katarrh des Tubenmittelohrs in Verbindung mit Schnupfen.
In den nasskalten Herbst- und Wintermonaten infiziert sich jeder Erwachsene mindestens einmal mit Erkältungsviren. Dabei ist der häufigste Übertragungsweg, das Anfassen von Gegenständen (z.B. Türklinken). Eine anschließende Berührung der Nase, des Mundes oder der Augen genügt, damit die Viren in die Schleimhäute gelangen können. Nach ungefähr 48 Stunden treten dann die ersten Symptome einer Erkältung auf.
Die Atemwege sind mit einem schützenden Schleim überzogen. Werden Schmutzpartikel und Krankheitserreger (Bakterien und Viren) aufgenommen, bleiben sie an der Schleimschicht haften. Dieser dünnflüssige Schleim fängt die Eindringlinge ab und macht sie unschädlich. Die Flimmerhärchen auf der Schleimhaut, transportieren den Schleim in Richtung Rachen und schwemmen ihn mit vielen Fremdkörpern aus den Atemwegen. Dabei ist eine uneingeschränkte Reinigungs- und Schutzfunktion für die Abwehr von infektverursachenden Atemwegserkrankungen erforderlich.
Ist die Funktion der Schleimhaut aber gestört, können Infektionserreger in die Zellen der Atemwegschleimhäute eindringen und verstärkt neue Viren produzieren. Belastend für die Schleimhäute ist beispielsweise zu kalte oder zu trockene Atemluft. Ist die Atemluft zu kalt, vermindert sich die Durchblutung der Schleimhaut. Bei zu trockener Luft, wird sie ausgetrocknet. Aber auch Unterkühlung, Alkoholkonsum, Tabakrauch sowie ein unregelmäßiger Lebensrhythmus können die Leistungsfähigkeit der Schleimhaut einschränken und das Immunsystem schwächen. Durch so genannte Schutzreflexe wie Niesen, laufende Nase und tränende Augen, versucht der Körper die Erreger abzuwehren.
Das Hauptsymptom einer Erkältung ist der Schnupfen, welcher oft mit einem Brennen und Kitzeln in der Nase beginnt. Anschließend kommen meist Niesreiz, Frösteln und Kopfdruck hinzu. Im nächsten Stadium wird zunehmend klares und wässriges Sekret ausgeschieden. Die Augen beginnen zu tränen, die Schleimhäute in der Nase entzünden sich und schwellen an, wodurch die Nase verstopft. Im letzten Stadium wird das Sekret zähflüssig und gelb. Dabei kann der Schnupfen entweder als alleiniges Symptom auftreten oder zusammen mit anderen Beschwerden bei einer Erkältung oder Grippe. Aber nicht jeder Schnupfen entsteht aufgrund einer Virusinfektion, auch eine Allergie (z.B. Heuschnupfen) oder vermehrter Gebrauch von Nasentropfen können die Ursache sein.
Haben sich die Menschen aber einmal mit Erkältungsviren infiziert, kann die Erkrankung zwar nicht abgewendet, jedoch symptomatisch behandelt werden. Da der Schnupfen den Körper zusätzlich belastet, ist es empfehlenswert, ihn zu mildern.
Olynth 0,1 % Schnupfen Lösung wird direkt in der Nase angewendet. Olynth verengt die durch den Schnupfen erweiterten Blutgefäße. Dies führt wiederum zu einer Abschwellung der Nasenschleimhaut, wodurch ein freieres Atmen durch die Nase ermöglicht wird. Gleichzeitig wird die vermehrte Schleimabsonderung normalisiert, d.h, die Nase läuft nicht mehr so stark. Die Wirkung von Olynth setzt innerhalb weniger Minuten eine und hält über mehrere Stunden an.
Der Wirkstoff der Olynth Nasentropfen ist Xylometazolin, ein Arzneistoff aus der großen Gruppe der Sympathomimetika. Diese verfügen über eine adrenalinähnliche Wirkung. Adrenalin, ein körpereigener Botenstoff, aktiviert den Sympathikus (Teil des vegetativen Nervensystems), der den Körper in Alarmbereitschaft und Leistungsfähigkeit versetzt. Xylometazolin besitzt aber nur einen Teil der umfangreichen Wirkungen des Adrenalins. Daher wirkt der Arzneistoff insbesondere gefäßverengend auf die Blutgefäße.
Olynth 0,1 % Schnupfen Lösung ist für Erwachsene und Schulkinder geeignet.
Hinweise: Das Schnupfenmittel Olynth 0,1 % darf nicht angewendet werden, bei: Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile, trockener Entzündung der Nasenschleimhaut mit Borkenbildung (Rhinitis sicca), Säuglingen und Kleinkindern unter 6 Jahren. Wegen des Gehalts an Benzalkoniumchlorid (Konservierungsmittel) darf Olynth 0,1 % Nasentropfen nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen diese Substanz angewendet werden. Olynth 0,1 % Schnupfen Lösung darf erst nach Rücksprache mit dem Arzt und nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden, bei: Personen, die mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-Hemmern) und anderen potentiell blutdrucksteigernden Arzneimitteln behandelt werden, erhöhtem Augeninnendruck (insbesondere Engwinkelglaukom), schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Hypertonie, koronare Herzkrankheit), Phäochromozytom, Stoffwechselstörungen (z.B. Diabetes, Hyperthyreose). In der Schwangerschaft soll das Schnupfenmittel nicht angewendet werden, da unzureichende Untersuchungen über das ungeborene Kind vorliegen. Eine Anwendung in der Stillzeit sollte unterbleiben, da nicht bekannt ist, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Eine langfristige Anwendung und Überdosierung, vor allem bei Kindern, sind zu vermeiden. Die Anwendung bei höherer Dosierung darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Der Dauergebrauch von schleimhautabschwellenden Schnupfen-Arzneimitteln kann zu chronischer Schwellung und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen. Personen mit Glaukom, insbesondere Engwinkelglaukom, sollen vor der Anwendung von Xylometazolin-Schnupfen-Arzneimitteln den Arzt befragen. Bei längerer Anwendung oder höherer Dosierung von Olynth 0,1 % Schnupfenlösung sind Wirkungen auf Herz- und Kreislauffunktionen oder das Nervensystem nicht auszuschließen. In diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs und zur Bedienung von Maschinen beeinträchtigt sein. Auf unerwartete und plötzliche Ereignisse kann dann nicht mehr schnell genug und gezielt reagiert werden. Deshalb sollte auf das Fahren eines Kraftfahrzeugs und das Bedienen von Maschinen verzichtet werden. Bei gleichzeitiger Anwendung der Olynth 0,1 % Lösung und bestimmten stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAO-Hemmer vom Tranylcypromin-Typ oder trizyklische Antidepressiva) kann durch Wirkungen auf Herz- und Kreislauffunktionen eine Erhöhung des Blutdrucks auftreten. Dabei gilt zu beachten, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Nebenwirkungen: Olynth 0,1 % Schnupfen Lösung kann insbesondere bei empfindlichen Personen vorübergehende leichte Reizerscheinungen (Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut) hervorrufen. Häufig kann es nach Abklingen der Wirkung zu einer verstärkten Schleimhautschwellung (reaktive Hyperämie) kommen. Längerer oder häufiger Gebrauch sowie höhere Dosierung von Olynth kann zu Reizerscheinungen (Brennen oder Trockenheit der Schleimhaut) und verstärkter Schleimhautschwellung führen, die durch verstärkten Arzneimittelgebrauch verschlimmert werden (Rhinitis medicamentosa). Dieser Effekt kann schon nach 5-tägiger Behandlung auftreten und nach fortgesetzter Anwendung eine bleibende Schleimhautschädigung mit Borkenbildung (Rhinitis sicca) hervorrufen. Selten treten Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder auch Müdigkeit auf. Gelegentlich kommt es zu Wirkungen auf Herz und Kreislauf, wie z.B. Herzklopfen, Pulsbeschleunigung, Blutdruckanstieg. Werden Nebenwirkungen beobachtet, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.
Olynth 0,1 % Nasentropfen (Hersteller: Pfizer CHC GmbH) sind in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
Thema: Atemwege-Hals veröffentlich am Donnerstag, 08. November 2007
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