Iberogast Flüssigkeit zur Behandlung von funktionellen und motilitätsbedingten Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizmagen und Reizdarmsyndrom einschließlich krampfartiger Beschwerden des Magen-Darm-Traktes (Magen- und Darmspasmen) sowie zur unterstützenden Behandlung der Beschwerden bei Magenschleimhautentzündung (Gastritis).
Der Magen ist ein vielschichtiges Organ aus Drüsen, Muskeln und Nerven im Zusammenwirken mit einer die Magenwand schützenden Schleimhaut. Hormone, Botenstoffe, Enzyme und Verdauungsstoffe unterstützen diese zusätzlich. Dabei steuert ein bestimmter Teil des vegetativen Nervensystems die Verdauungsprozesse. Es reguliert die Muskelbewegungen von Magen und Darm aber auch die Produktion von Verdauungssäften. Gleichzeitig steuert es die Aufnahme der Nahrung im Magen und Darm.
Der menschliche Magen zeigt deutlich an, wenn mit ihm etwas nicht passt. Die dabei auftretenden Beschwerden können allerdings sehr vielfältig sein. Oft werden sie nach der Mahlzeit wahrgenommen und auf das ungesunde Essen zurückgeführt. Die Auslöser für Magenbeschwerden sind aber viel häufiger: Stress, Hektik, unregelmäßiges Essen, ungesunder Lebensstil oder Alkohol und Nikotin.
Die Ursache für Magen- und Verdauungsbeschwerden ist in den meisten Fällen eine Störung der Magentätigkeit. Dabei wird die Nahrung zum Teil nur schleppend weiterbefördert. Häufig treten dann Beschwerden wie Völlegefühl, Magenkrämpfe und -schmerzen, Sodbrennen, Blähungen sowie Übelkeit und Erbrechen auf.
Iberogast normalisiert die Magentätigkeit. Ein träger Magen wird angeregt und ein verkrampfter Magen beruhigt. Außerdem schützen die in Iberogast enthaltenen Wirkstoffe die Magenschleimhaut und wirken entblähend.
Das pflanzliche Arzneimittel Iberogast enthält eine sorgfältig ausgewogene Kombination aus den Extrakten von neun Heilpflanzen, welche unter streng kontrollierten Bedingungen angebaut und geerntet werden.
Eigenschafen der Wirkstoffauszüge von Iberogast:
• Bittere Schleifenblume (Iberis amara)
Frischpflanzenextrakte der bitteren Schleifenblume fördern die Spannung erschlaffter Magenmuskulatur.
• Angelikawurzel (Angelicae radix)
Als Heilpflanze wird sie bei Appetitlosigkeit und allgemeiner Verdauungsstörung, mit den Beschwerden wie leichte Magen-Darm-Krämpfen, Völlegefühl oder Blähungen eingesetzt. Angelikawurzel-Extrakt fördert die Sekretion des Magensafts und verfügt über eine krampflösende Wirkung.
• Kamillenblüten (Matricariae flos)
Die Extrakte der Kamillenblüte wirken antibakteriell, entkrampfend, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Innerlich werden die Extrakte auch bei entzündlichen Erkrankungen und bei Verkrampfungen des Magens angewandt.
• Kümmelfrüchte (Carvi fructus)
Als Gewürz verbessert der Kümmel bei blähenden Speisen (z. B. Kohl) die Verträglichkeit. Die Extrakte der Kümmelfrucht wirken antiseptisch (keimtötend) und krampflösend am Magen. Ebenso werden sie bei dyspeptischen Beschwerden wie leichten, krampfartigen Beschwerden im Magenbereich, Blähungen und Völlegefühl eingesetzt.
• Mariendistelfrüchte (Cardui mariae fructus)
Der Wirkstoff der Mariendistelfrüchte, Silymarin, hilft im Magen die Zellen zu schützen. Darüber hinaus kann Silymarin die Leber vor schädigenden Einflüssen schützen und regt gleichzeitig die Regeneration der Leberzellen an.
• Melissenblätter (Melissae folium)
Melissenblätterextrakte wirken gegen Blähungen und beruhigend auf den Magen. Ebenso werden sie bei nervös bedingten Einschlafstörungen und bei funktionellen Magenbeschwerden angewandt.
• Pfefferminzblätter (Menthae piperitae folium)
Blattextrakte des Lippenblütlers regen die Gallenproduktion an. Zugleich wirken sie krampflösend am Magen und gegen Blähungen. Pfefferminzblätter kommen zur Anwendung bei krampfartigen Beschwerden im Magenbereich sowie der Gallenblase und -wege.
• Schöllkraut (Chelidonium herba)
Die die zu den Mohngewächsen gehörende Pflanze verfügt über eine leicht entkrampfende Wirkung am oberen Verdauungstrakt. Das Schöllkraut wird auch bei krampfartigen Beschwerden im Bereich der Gallenwege und des Magens eingesetzt.
• Süßholzwurzel (Liquiritiae radix)
Extrakte der Süßholzwurzel werden bei Entzündung der Schleimhäute, insbesondere der Luftwege eingesetzt, da sie das zähflüssige Sekret verflüssigen und so das Abhusten erleichtern können. Darüber hinaus beschleunigen sie außerdem das Abheilen von Magengeschwüren.
Iberogast wird unter streng geprüften und gleich bleibenden Bedingungen hergestellt. Das Herauslösen der Wirkstoffe erfolgt für jeden der neun Bestandteile getrennt in einer schwach
alkoholischen Lösung. Daher enthält das pflanzliche Arzneimittel 31 Vol.-% Alkohol.
Treten die Beschwerden über einen längeren Zeitraum auf oder verschlimmern sich diese sogar bzw. bleibt der erwartete Erfolg durch die Anwendung aus, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Hinweise: Iberogast darf nicht eingenommen werden, bei bekannten Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen. Aus den vorliegenden Daten lassen sich keine Hinweise für Bedenken hinsichtlich der Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit ableiten. Gleichwohl soll Iberogast während der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit einem Arzt eingenommen werden. Für Diabetiker: Iberogast enthält weniger als 0,1 Broteinheiten pro 20 Tropfen.
Nebenwirkungen: Sehr selten können Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Hautausschlag, Juckreiz, Atembeschwerden auftreten. Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte das Präparat abgesetzt und ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden. Treten Nebenwirkungen auf, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.
Iberogast Flüssigkeit ist in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
Thema: Magen-Darm veröffentlich am Freitag, 07. Dezember 2007
apotheke-medikamente.info ist keine Apotheke. Sie sollten Informationen von apotheke-medikamente.info niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Nehmen Sie niemals Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein! Generell gilt: Für Fragen zu Arzneimitteln, Risiken und Nebenwirkungen kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.