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Mirfulan

Mirfulan Salbe zur abdeckenden-protektiven und sekretbindenden Behandlung von nichtinfizierten akuten und subakuten Hautschäden, die mit Rötung, Juckreiz und Schmerzen einhergehen (z.B. Windeldermatitis).

Die Haut ist nicht nur das größte Organ des Menschen, sondern auch ein strapazierfähiger Schutzmantel. Sie schützt den Körper vor aggressiven Stoffen, Strahlen, Bakterien, Viren, Kälte, Wärme und bewahrt ihn vor Wasser- und Wärmeverlust.

Ist der Schutzmantel des Körpers beschädigt, können ungehindert äußere Einflüsse auf die Haut einwirken. Daher ist erforderlich, dass die wunde Haut möglichst schnell erneuert wird.

Die natürliche Hauterneuerung erfolgt in den unteren Schichten der Oberhaut. Hierbei wandern die neu gebildeten Hautzellen aus den tiefen Hautschichten nach oben und ersetzen dort die abgestorbenen Hautzellen, d.h. es bildet sich eine neue (oberste) Hautschicht.

Wunde Haut, die am häufigsten auftretende Hautverletzung, kann in jedem Lebensalter zu einem Problem werden. So kann zum Beispiel bei Säuglingen der kontinuierliche Kontakt mit Stuhl oder Urin in der Windel (Windeldermatitis) zu Entzündungen führen. Im Erwachsenenalter kann etwa der Kontakt mit Chemikalien im Beruf, Beschwerden verursachen. Mit zunehmendem Lebensalter wird die Haut dünner und trockener. Sie ist auch weniger elastisch. Wodurch die Haut leichter anfälliger ist, gegenüber dem Wundsein. Ebenso heilen Wunden langsamer, was gleichzeitig das Infektionsrisiko einer Wunde deutlich erhöht. Bei bettlägrigen Personen, führt zum Beispiel der anhaltende Druck auf bestimmte Hautregionen, zu so genannten Druckgeschwüren.

Die erste Maßnahme einer erfolgreichen Wundversorgung besteht darin, eine weitere Berührung mit der hautschädigenden Substanz zu vermeiden oder für eine Druckentlastung zu sorgen. Nachdem die Wunde gesäubert wurde, ist die Behandlung mit einer wundheilungsfördernden Salbe (z.B. Mirfulan) sinnvoll.

Mirfulan enthält als arzneilich wirksame Bestandteile Zinkoxid, Lebertran sowie die Vitamine A und D.

• Lebertran
Das Fischöl lindert den Juckreiz, fördert die Neubildung der geschädigten Haut und pflegt diese. Des Weiteren weicht Lebertran die Verkrustung und Hautschuppen auf.
• Zinkoxid
Zink fördert den Wundverschluss und vermindert gleichzeitig die Ausscheidung von Wundwasser. Darüber hinaus verfügt Zink über eine antibiotische Wirkung auf Bakterien und beugt dadurch Entzündungen geschädigter Hautareale vor.
• Hilfsstoffe
Der Hilfsstoff Bisabolol, eine Wirksubstanz aus der Kamillenblüte, besitzt desinfizierende und entzündungshemmende Eigenschaften. Hamamelisrinde wirkt ebenso entzündungshemmend, während Harnstoff den Juckreiz lindert.

Auf diese Weise fördert Mirfulan den Heilungsprozess bei nichtinfizierten Hautschäden. Der Regenerationsprozess wird unterstützt, und die Haut wird zugleich geschützt und gepflegt.

Hinweise: Mirfulan Salbe darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Wollwachsalkohole und/oder andere Bestandteile des Arzneimittels. Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und Einhaltung der Dosierungsanleitung, kann Mirfulan während der Schwangerschaft angewendet werden. Von einer großflächigen Anwendung ist jedoch abzuraten (nicht mehr als 8g Salbe pro Tag). Auch in der Stillzeit kann die Wund- und Heilsalbe bei bestimmungsgemäßem Gebrauch und unter Einhaltung der Dosierungsanleitung angewendet werden. Auch hier sollte eine großflächige Anwendung, besonders an der Brust bei stillenden Frauen, vermieden werden. Vor Anwendung von Mirfulan ist darauf zu achten, dass die Wunde nicht infiziert ist. Wenn trotz der Behandlung mit Mirfulan keine Besserung eintritt, muss überprüft werden, ob unterdessen eine Infektion im Wundgebiet aufgetreten ist. In diesem Fall ist eine entsprechende Behandlung dieser Infektion erforderlich. Butylhydroxytoluol und der in Wollwachsalkoholsalbe enthaltene Cetylstearylalkohol können örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen. Das Arzneimittel darf nicht gleichzeitig mit anderen Mitteln zur äußerlichen Anwendung (z.B. Salben, Lösungen) angewendet werden, da Mirfulan die Wirkung dieser Externa einschränken bzw. abschwächen kann. Diese Angaben gelten auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel.

Nebenwirkungen: In einzelnen Fällen können lokale Unverträglichkeits- und/oder Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Austrocknung, Juckreiz, Rötung, Nässen, allergische Kontaktreaktionen auftreten. Wird Mirfulan auf stark entzündliche Hautpartien aufgetragen, kann ein leichtes Brennen auftreten. Werden Nebenwirkungen beobachtet, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.

Mirfulan Salbe ist in der Apotheke und Onlineapotheke erhältlich.

Thema: Hauterkrankungen veröffentlich am Freitag, 14. Dezember 2007

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