Venoruton Intens Filmtabletten zur Anwendung bei Folge- und Begleiterscheinungen der chronisch-venösen Insuffizienz (wie z.B. Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, nächtliche Wadenkrämpfe, Juckreiz, geschwollene Beine); variköses und postthrombotisches Syndrom (Zustand nach tiefer Beinvenenthrombose), auch in der Schwangerschaft ab dem 4. Monat.
Nahezu jede Frau ab dem 30sten Lebensjahr leidet an Besenreisern. Diese oft rötlich bis bläulich schimmernde Blutgefäße, treten häufig an Oberschenkeln, Waden und Fußgelenken auf. Diese kleinen Venenästchen sind zwar harmlos, aber wenn sie zum ständigen Begleiter werden, können sie das erste Anzeichen einer Venenerkrankung sein. Dagegen sind Krampfadern, auch Varizen genannt, das häufigste Merkmal dafür, dass die oberflächlichen Venen nicht mehr richtig arbeiten.
Dabei besteht die Hauptaufgabe des Venensystems darin, jeden Tag cirka 7.000 Liter sauerstoffarmes Blut entgegen der Erdanziehungskraft zum Herzen zurück zu befördern. Dies wird erreicht durch einen so genannten Saugeffekt des Herzens und des Zwerchfells. Aber auch die Muskelpumpe der Beine übernimmt dabei eine wichtige Rolle. So werden durch Betätigung der Beinmuskulatur (z.B. beim Gehen) die Venen zusammengedrückt und das Blut in Richtung Herz gedrückt. Die Venenklappen sind abschnittsweise angeordnet und übernehmen eine Art Ventilfunktion, die das Zurückfließen des Blutes beim Erschlaffen der Muskulatur verhindert.
Können die Venenwände und das Bindegewebe aber die Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen, kommt es zur Überdehnung und Ausbuchtung der Venen. Je größer dabei der Durchmesser des Venenhohlraums ist, desto langsamer fließt das Blut. Dabei staut es sich in einigen Abschnitten und verursacht dadurch einen starken Druck auf die Venenwände. Dies ist der Grund für die Entstehung der typischen Verdickungen und Schlängelungen von Krampfadern. Darüber hinaus können sich die Venenklappen nicht mehr komplett schließen. Daraus resultieren die typischen Symptome wie schwere, müde Beine, Kribbeln und Hitzegefühl. In Einzelfällen können auch Wadenkrämpfe in der Nacht auftreten.
Risikofaktoren für das Auftreten von Venenproblemen:
• Vererbung
Leiden beide Elternteile an einer Bindegewebsschwäche und damit an Krampfadern, ist die Möglichkeit sehr groß, selbst daran zu erkranken.
• Hormone
Die weiblichen Hormone sind dafür verantwortlich, dass das Bindegewebe von Frauen viel lockerer ist und aus diesem Grund schlechter vor einer Überdehnung der Venen geschützt ist.
• Schwangerschaft
Die Hormonumstellungen in dieser Zeit beeinflussen den Stoffwechsel besonders stark. Dabei bewirkt das erhöhte Östrogen eine Erschlaffung des Bindegewebes zur Vorbereitung des Körpers auf die Geburt des Kindes. Durch das zunehmende Gewicht des heranwachsenden Kindes und der damit verbundenen Enge im Becken, entsteht ein zusätzlicher Gefäßstau in den Venen.
• Bewegungsmangel
Bei langem Stehen staut sich das Blut in den Venen, die sich dadurch unter Umständen immer mehr ausweiten. Bei langem Sitzen mit angewinkelten Beinen werden die Venen in der Kniekehle abgeknickt, was den Blutfluss hemmt.
• Alter
Im Alter nimmt die Elastizität der Venenwände ab. Obwohl die Venen auch dann noch Schwerstarbeit leisten müssen, wenn sich die Menschen längst zur Ruhe gesetzt haben.
• Übergewicht
Erhöhtes Gewicht belasten die Venen zusätzlich, da es den Rücktransport des Blutes ganz erheblich erschwert.
• Rauchen
Nicotin begünstigt die Entstehung von Blutgerinnseln.
• Anti-Baby-Pille
Das in den Pillen enthaltene Östrogen schwächt das Bindegewebe, ähnlich wie bei einer Schwangerschaft.
Venoruton Intens wird bei Krankheiten eingesetzt, die mit einer erhöhten Durchlässigkeit der Blutgefäße einhergehen. Die Wirkung von Venoruton basiert auf dem Pflanzenwirkstoff Oxerutin (Hydroxyethylrutoside). Aus der Blüte des japanischen Schnurbaums wird der Wirkstoff Rutin gewonnen. Dieser wird in einem aufwendigen Verfahren zu Oxerutin verfeinert, da nur dieser vom Körper bestmöglich aufgenommen werden kann.
Venoruton Intens stärkt das geschwächte Venensystem, wodurch die typischen Beschwerden wie Schmerzen in den Beinen, müde, schwere Beine, Spannungsgefühle und Juckreiz gemindert werden. Gleichzeitig reguliert das Präparat die erhöhte Durchlässigkeit der geschwächten Venenwände. Dadurch kann weniger Wasser aus den feinsten Gefäßen in das umliegende Gewebe austreten. Venoruton Intens unterstützt so die Rückbildung von Ödemen und vermindert zusätzlich deren Neubildung. Darüber hinaus unterstützt Venoruton die Durchblutung und verbessert so die Versorgung des umliegenden Gewebes.
Das Venenpräparat empfiehlt sich aber auch bei Blutungen und Gefäßschwäche der Augen bei Diabetes. Aufgrund der guten Verträglichkeit ist Venoruton Intens auch zur Langzeitanwendung geeignet.
Hinweise: Venoruton Intens darf nicht eingenommen werden bei bekannter Unverträglichkeit gegenüber dem Präparat. Da zur Anwendung des Venenpräparates in der Schwangerschaft nur unzureichende Erfahrungen in den ersten Monaten der Schwangerschaft vorliegen, sollte Venoruton Intens bei Kinderwunsch und in der Frühschwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Während der Stillzeit ist vor der Einnahme des Arzneimittels, eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich. Es liegen keine Untersuchungen beim Menschen zum Übergang des Wirkstoffs in die Muttermilch vor. Spuren des Wirkstoffs, die bei Tierversuchen in der Muttermilch gefunden wurden, sind nicht von klinischer Bedeutung und sind deshalb vermutlich auch unbedenklich für den menschlichen Säugling. Venoruton Intens zeigt keine Wechselwirkung mit gerinnungshemmenden Medikamenten des Cumarin-Typs.
Nebenwirkungen: In sehr seltenen Fällen wurde über leichte Nebenwirkungen berichtet (allergische Hautreaktionen, leichte Magen-Darm-Störungen, Kopfschmerzen, Gesichtsröte), die nach Absetzen des Präparates rasch abklingen. Treten Nebenwirkungen auf, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden. Beim Auftreten von Nebenwirkungen ist das Präparat abzusetzen.
Venoruton Intens (Hersteller: Novartis Consumer Health GmbH)ist in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
Thema: Durchblutung-Venen veröffentlich am Freitag, 14. Dezember 2007
apotheke-medikamente.info ist keine Apotheke. Sie sollten Informationen von apotheke-medikamente.info niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Nehmen Sie niemals Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein! Generell gilt: Für Fragen zu Arzneimitteln, Risiken und Nebenwirkungen kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.