Rhinospray zum Abschwellen der Nasenschleimhaut bei Schnupfen, bei anfallsweise auftretendem Fließschnupfen sowie bei allergischem Schnupfen. Zur Erleichterung des Sekretabflusses bei Nasennebenhöhlenentzündungen sowie bei Tubenkatarrh in Verbindung mit Schnupfen.
Bis zu dreimal im Jahr erkrankt jeder Erwachsene an einer Erkältung. Das Hauptmerkmal ist in den meisten Fällen ein hartnäckiger Schnupfen. Bedingt durch diese Entzündung schwellen die Nasenschleimhäute an und es wird vermehrt Sekret abgesondert, der das Atmen durch die Nase oft erschwert.
Die Auslöser für einen Schnupfen sind vorwiegend Viren. Diese werden über die Atemluft beim Husten oder Niesen aus Mund sowie Nase in Form von feinen Tröpfchen ausgestoßen. Daher wird diese Form des Übertragungsweges auch Tröpfcheninfektion genannt.
Dabei haften die Viren oft mehrere Stunden an angehusteten Gegenständen, z.B. im Büro, Bus, Supermarkt, Kindergarten. Oder sie gelangen beim Niesen direkt auf die Hände und werden so beim Händeschütteln weitergereicht.
Vor allem in den kalten Wintermonaten leiden viele Menschen an einer Erkältung. Durch Kälte und Nässe wird das Immunsystem geschwächt, weil die Durchblutung der Nasenschleimhaut vermindert ist. Aber auch bei trockener Raumluft können sich die Krankheitserreger leicht ansiedeln, da die warme Luft die Schleimhäute austrocknet.
Rhinospray bei Schnupfen verengt die Gefäße der Nasenschleimhaut und lässt diese schnell abschwellen. Dadurch wird die verstopfte Nase wieder befreit und der Kopfdruck lässt spürbar nach.
Rhinospray bei Schnupfen eignet sich zur Anwendung bei Erwachsenen und Schulkindern.
Dauert der Schnupfen über einen längeren Zeitraum an, begleitet von Fieber und Schmerzen, besonders im Bereich des Halses, der Ohren, der Stirn und unter den Augen, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In diesen Fällen kann eine Ausbreitung der Entzündung auf die Nasennebenhöhlen vorliegen.
Hinweise: Rhinospray bei Schnupfen darf nicht angewendet werden, bei: trockener Nasenschleimhautentzündung mit Borkenbildung, Überempfindlichkeit gegenüber einem der Bestandteile des Arzneimittels, Auftreten einer Unverträglichkeitsreaktion (In diesem Fall ist Rhinospray sofort abzusetzen.), Säuglingen und Kleinkindern unter sechs Jahren. Rhinospray bei Schnupfen darf erst nach Rücksprache mit dem Arzt, nur unter bestimmten Bedingungen und nur mit besonderer Vorsicht anwendet werden, bei: erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) und hier insbesondere bei Engwinkel-Glaukom, schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. koronare Herzkrankheit, Hypertonie), Phäochromozytom (Tumor, der Adrenalin [Epinephrin] bzw. Noradrenalin [Norepinephrin] produziert; diese Stoffe führen u.a. zu Bluthochdruck und Herzklopfen) und Stoffwechselstörungen (z.B. Überfunktion der Schilddrüse, Diabetes) sowie bei Personen, die mit bestimmten stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAOHemmer) und anderen potenziell blutdrucksteigernden Medikamenten behandelt werden. Dies gilt auch, wenn diese Angaben früher einmal zutrafen. In der Schwangerschaft darf Rhinospray während den ersten drei Monaten nicht angewendet werden. Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft und in der Stillzeit ist es nur auf ärztliche Anweisung anzuwenden. Erfahrungen am Menschen mit der Anwendung während der Schwangerschaft liegen bisher nicht vor. In vorklinischen Untersuchungen haben sich keine Hinweise auf fruchtschädigende Wirkungen ergeben. Klinische Untersuchungen zum Übergang von Rhinospray bei Schnupfen in die Muttermilch liegen nicht vor. Das Nasenspray darf erst bei Kindern ab 6 Jahren angewendet werden. Die Anwendung über einen längeren Zeitraum und Überdosierung, vor allem bei Kindern, sind zu vermeiden. Die Anwendung bei höherer Dosierung darf nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Der Dauergebrauch von schleimhautabschwellenden Schnupfen-Arzneimitteln kann zu chronischer Schwellung der Nasenschleimhaut sowie hierdurch bedingter Verstopfung der Nase und schließlich zum Schwund der Nasenschleimhaut führen. Rhinospray bei Schnupfen ist auf Grund seiner Darreichungsform und der hohen Dosierung des Wirkstoffs nicht zur Anwendung am Auge geeignet; hierfür stehen spezielle Augenpräparate zur Verfügung. Bei gleichzeitiger Anwendung von Rhinospray mit speziellen stimmungsaufhellenden Arzneimitteln (MAO-Hemmer vom Tranylcypromintyp oder trizyklische Antidepressiva) kann durch Wirkungen auf Herz- und Kreislauffunktionen eine Erhöhung des Blutdrucks auftreten. Diese Angaben können auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten. Bei Anwendung über einen längeren Zeitraum und höherer Dosierung des Arzneimittels sind Wirkungen auf das Herz und Kreislaufsystem nicht auszuschließen. In diesen Fällen kann die Fähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeuges und zur Bedienung von Maschinen beeinträchtigt sein. Auf unerwartete und plötzliche Ereignisse kann nicht mehr schnell und gezielt genug reagiert werden. Daher ist auf das Fahren eines Autos oder anderer Fahrzeuge zu verzichten. Das Bedienen von elektrischen Werkzeugen oder Maschinen ist zu unterlassen. Es sollte nicht ohne sicheren Halt gearbeitet werden. Dabei gilt zu beachten, dass besonders Alkohol die Verkehrstüchtigkeit noch weiter verschlechtert.
Nebenwirkungen: Rhinospray bei Schnupfen kann insbesondere bei empfindlichen Personen vorübergehende leichte Reizerscheinungen (Brennen oder Trockenheit der Nasenschleimhaut) hervorrufen. Häufig kommt es nach Abklingen der Wirkung zu einer verstärkten Schleimhautschwellung (reaktive Hyperämie). Längerer oder häufiger Gebrauch sowie höhere Dosierung des Arzneimittels kann zu Reizerscheinungen (Brennen oder Trockenheit der Schleimhaut) und verstärkter Schleimhautschwellung führen, die durch verstärkten Gebrauch von Rhinospray verschlimmert werden (Rhinitis medicamentosa). Dieser Effekt kann schon nach 5-tägiger Behandlung auftreten und bei fortgesetzter Anwendung eine bleibende Schleimhautschädigung mit Borkenbildung (Rhinitis sicca) hervorrufen. Vereinzelt wurde verstärkter Nasenfluss beobachtet, ferner wurde über Störungen der Geruchs- oder Geschmacksempfindung, Augentränen, Überempfindlichkeitsreaktionen, Niesreiz sowie Trockenheit im Nasen-Rachen-Raum berichtet. Gelegentlich kommt es zu systemischen Effekten wie z.B. Herzklopfen, Pulsbeschleunigung, Blutdruckanstieg. Selten treten Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit oder auch Müdigkeit auf. Werden Nebenwirkungen beobachtet, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, sollten diese dem Arzt oder Apotheker mitgeteilt werden.
Rhinospray bei Schnupfen ist in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
Thema: Atemwege-Hals veröffentlich am Freitag, 04. Januar 2008
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