Nach Angaben von Pro Generika sei der Unterschied im Preis zwischen Nachahmerprodukten und patentfreien Erstanbieterpräparaten so hoch wie noch nie.
Im Oktober 2007 kostete beispielsweise ein patentfreies Erstanbieterpräparat ab Werkstor rund 22,39 Euro. Laut dem Branchenverband waren es 41 Prozent (6,51 Euro) mehr als ein Jahr zuvor. Dagegen sank der Herstellerabgabepreis von Generikaprodukten im Durchschnitt auf 9,06 Euro, das sind 14,1 Prozent. Dieser Rechnung folgend, waren die patenfreien Erstanbieterpräparate durchschnittlich 13,33 Euro teuer als die Nachahmerprodukte.
Da nach Angaben des Branchenverbandes Pro Generika die Zahl lediglich die Differenz der Listenpreise widerspiegelt, sei der Preisunterschied zwischen patentfreien Erstanbieterprodukten und Nachahmerpräparaten in Wirklichkeit aber noch höher als 13,33 Euro.
Zudem spiegelte der Listenpreis die Realität des Marktes nicht mehr richtig ab. So kassierten die Generikahersteller für mehr als 20.000 Arzneimittel nicht mehr was in der Liste aufgeführt sei. Die Preise sind deutlich niedriger, weil sie den Krankenkassen Rabatte gewährt hätten. Bei dieser Erklärung bleibt aber unberücksichtigt, dass auch die forschenden Hersteller und deren Generikatöchter den Krankenkassen Rabatte einräumen.
Thema: www Pharma-Nachrichten veröffentlich am Dienstag, 08. Januar 2008
apotheke-medikamente.info ist keine Apotheke. Sie sollten Informationen von apotheke-medikamente.info niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Nehmen Sie niemals Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein! Generell gilt: Für Fragen zu Arzneimitteln, Risiken und Nebenwirkungen kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.