In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist der Generikaanteil an der Versorgung mit Arzneimitteln stark angestiegen. Im vergangenen Jahr wurden von 100 verordneten Arzneimitteln 57 als Generika abgegeben. Im Vergleich zum Jahr 2006 stieg die Generikaquote um drei Prozent.
Viel deutlicher zeigt sich der Anstieg im generikafähigen Markt, dem Teil der Arzneimittelversorgung, in dem patentfreie Erstanbieterprodukte in unmittelbarer Konkurrenz mit den Generikaprodukten stehen. In diesem Segment erhöhte sich die Generikaquote im Vergleich zum Rekordjahr 2006 um vier Prozent und erzielte mit 82 Prozent einen neuen Höchststand.
Ausgedrückt in Zahlen ergibt sich folgendes Bild: Im letzten Jahr wurden von den Apotheken 650 Millionen Arzneimittelpackungen an GKV-Versicherte abgegeben. Von diesen waren 373 Millionen Einheiten Generika. Der Absatz hat sich gegenüber dem Jahr 2006 um 32 Millionen Packungen gesteigert, das entspricht 9,4 Prozent.
Der hohe Anstieg der Generikaverordnungen und -abgaben ergibt sich unter anderem aus den vorgenommenen Preissenkungen der Generikaindustrie. So kostete ein Generikum 2007 ab Werkstor rund 9,67 Euro. Dagegen kostete ein patentfreies Erstanbieterprodukt 24,27 Euro, das sind 60 Prozent mehr als ein vergleichbares Generikaprodukt. Dieser Preisunterschied ist für die Krankenkassen von Vorteil, da ihre Arzneimittelausgaben entlastet und gleichzeitig finanzielle Freiräume für die Versicherten geschaffen werden.
Thema: www Medikamente-Nachrichten veröffentlich am Mittwoch, 13. Februar 2008
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