Der pharmazeutische Großhandel hat bereits seit Jahren mit dem Verfall seiner Margen zu kämpfen. Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, hat sich jetzt der Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) eingeschaltet.
Glos hat sich in einem Brief an die Gesundheitsverbände gewandt, um für ein Ende der Abwärtsbewegung zu werben. Die Idee des Politikers ist zwar nicht neu, kann den Trend aber stoppen. Die bisher geltenden prozentualen Handelsspannen sollen durch einen Fixzuschlag ersetzt werden.
Nach Angaben des in Düsseldorf erscheinenden „Handelsblatts“, beinhaltet der Vorschlag einen Fixzuschlag in Höhe von 93 Cent für jede vom Großhandel an die Apotheken abgegebene Packung eines rezeptpflichtigen Medikaments. Darüber hinaus soll ein prozentualer Aufschlag auf den Abgabepreis des Präparats von bis zu drei Prozent gewährt werden. Glos hat in seinem Schreiben die Empfänger aufgefordert, bis zum 18. April Stellung zu diesem Vorschlag zu nehmen, so dass „Handelsblatt“.
Nach Berechnungen des Großhandels würde die Umsetzung des Vorschlages die Ertragslage der Unternehmen zumindest auf dem heutigen Niveau festigen. Eine Sprecherin des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller erklärte zudem, dass es für die Arzneimittelhersteller dann wieder lohnender wäre, auch teurere Medikamente über den Großhandel zu vermarkten.
Thema: www Pharma-Nachrichten veröffentlich am Mittwoch, 26. März 2008
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