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Schlecker-Apotheke täuscht Preisersparnis vor

Bereits zwei Wochen nach dem das Bundesverwaltungsgericht den Arzneimittelversand über Drogerien zuließ, wurde die Schlecker-Apotheke Vitalsana des Missbrauchs überführt. Ihr wird vorgeworfen, den Verbraucher mit frei erfundenen unverbindlichen Preisempfehlungen zu ködern.

Viele Angebote der konzerneigenen Versandapotheke „Vitalsana“ sollen davon betroffen sein. Dabei wurde den Verbrauchern eine Preisersparnis von bis zu 28 Prozent vorgetäuscht.

Das Pharmaunternehmen Whitehall-Much, Münster, eine Wyeth-Tochter, reagierte als erstes auf diesen Skandal. Indem das Unternehmen der Schlecker-Tochter untersagte, Referenzpreise für die Produkte Vitasprint und Centrum anzugeben. Mit der Begründung, dass es solche Empfehlungen gar nicht gebe.

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) äußerte sich sehr eindeutig zu diesen Machenschaften. Die (erfundenen) Preise seinen ein Beweis dafür, dass mit falschen Tatsachen Geschäfte gemacht werden sollten. Dagegen reagierte man sich beim Bundesverband deutscher Versandapotheken (BVDVA) eher zurückhaltend. Dort hieß es: „Der Quereinsteiger muss seine Hausaufgaben noch machen“. Umso deutlicher wurde die für den Standort der Drogeriekette zuständige Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Sie wertet das Vorgehen als „Irreführung des Verbrauchers“ und als „wettbewerbswidrige Werbung“.

Der Drogeriediscounter und seine Versandapotheke schweigen zu diesen Vorwürfen. Bisher wurde jede Stellungnahme verweigert.

Thema: www Medikamente-Nachrichten veröffentlich am Montag, 31. März 2008

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