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BKA warnt: Der illegale Versandhandel mit gefälschten Arzneimitteln nimmt massiv zu

Nach der aktuellen Jahresbilanz des Bundeskriminalamtes (BKA) hat die organisierte Arzneimittelkriminalität in den letzten Jahren tendenziell zugenommen. Im Jahr 2007 wurden nach ersten Erhebungen rund 2.400 Fälle bekannt. Dabei habe insbesondere der Handel mit gefälschten Arzneimitteln über das Internet deutlich zugenommen, so die Experten des BKA.

Die Ermittler des BKA warnten zudem davor, dass Verbraucher unwissentlich Arzneimittel konsumieren, die schwere gesundheitliche Schäden oder sogar den Tod herbeiführen könnten. Eingeleitete Verfahren in Deutschland zeigten außerdem die internationale Dimension des illegalen Versandhandels über das Internet, der sich durch hohe Gewinne und gut organisierte Handelsstrukturen auszeichne.

Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA), Heinz-Günter Wolf, sieht im Internet das Einfallstor der organisierten Kriminalität beim Handel von Medikamenten. Gleichzeitig hob Wolf die Notwendigkeit hervor, dass die Politik, Behörden und die Gesellschaft die organisierte Arzneimittelkriminalität jetzt bekämpfen müsse.

Wolf forderte „eine schnelle Lösung für ein dramatisch schnell wachsendes Problem. Der Patienten- und Verbraucherschutz gehört in dieser Frage ganz oben auf die Prioritätenliste. Die Lücken im Schutzzaun um den Verbraucher müssen geschlossen werden, bevor es zu spät ist.“

Thema: www Medikamente-Nachrichten veröffentlich am Dienstag, 01. April 2008

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