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Reactine duo

Reactine duo Retardtabletten zur symptomatischen Behandlung der allergischen Rhinitis, wenn diese mit Verstopfung der Nase einhergeht.

Im Frühjahr, wenn die ersten Bäume zu blühen beginnen und Pollen durch die Luft fliegen, beginnt für viele Allergiker die jedes Jahr wiederkehrende Leidenszeit. Dabei ist in Deutschland nahezu jeder dritte Bürger von einer Allergie betroffen. Und die Anzahl der Betroffenen steigt weiter an.

Das Immunsystem schützt als so genannte „Gesundheitspolizei“ den Organismus vor eindringenden Bakterien und Viren. Bei einer Allergie reagiert das Abwehrsystem aber sehr empfindlich auf eigentlich harmlose Substanzen. Diese Allergene können zum Beispiel sein: Tierhaare, Blütenpollen und Nahrungsmittel. Da die Erreger in erster Linie von außen in den Körper eindringen, sind häufig Schleimhäute und Haut von einer Allergie betroffen.

Damit sich der Körper gegen eindringende fremde Substanzen schützen kann, bildet dieser Antikörper, die Antigene. Diese werden beim ersten Kontakt des Eindringlings gebildet, indem das Immunsystem diesen zunächst kennen lernt und sich durch die Bildung von Antikörper gegen die speziellen Stoffe wehrt. Diese immunologische Reaktion wird in der Medizin als Sensibilisierung bezeichnet. Bei einem wiederholten Kontakt mit den Allergenen, tritt die tatsächliche Abwehrreaktion auf. Diese zeichnet sich dann durch die bekannten Allergiesymptome aus. Dabei werden die Beschwerden hauptsächlich durch das Zusammenspiel der Mastzellen mit dem Botenstoff Histamin verursacht. Je nachdem, an welchem Ort die Mastzellen ihr Histamin freisetzen, treten die Symptome unterschiedlich stark auf.

Eine sehr häufig auftretende Allergieform ist die Pollenallergie bzw. der Heuschnupfen. Diese Allergie tritt auf, wenn im Frühjahr und im Sommer die Pollen von einer Pflanze zur nächsten geweht werden. In vielen Fällen lösen Gräser- und Baumpollen den saisonbedingten Heuschnupfen aus. Die Pollenbelastung ist in den Monaten März bis August am höchsten. Der Beginn der Pollensaison ist aber abhängig von der Wetterlage, der Region und dem Land.

Symptome einer Pollenallergie können sein:

• Nase
- wiederholter Niesreiz
- verstopfte und/oder laufende Nase
- dünnflüssiges Sekret
- Juckreiz und Brennen
- Geruchs- und Geschmacksinn sind beeinträchtigt
• Augen
- tränende, gerötete und juckende Augen
- entzündete Bindehaut
- geschwollene und gerötete Augenlider
- Lichtempfindlichkeit
• Bronchien
- Gefühl der Atemnot
- Hustenreiz
- rasselnde Atmung
• Rachen
- Juckreiz im Rachen und der Mundhöhle

Viel seltener treten Symptome wie Schwellungen im Gesicht, Hautjucken, Quaddeln, Migräne, Kopfschmerzen oder Verdauungsprobleme auf. Einige Betroffene leiden auch an Abgeschlagenheit und einem ausgeprägten Krankheitsgefühl.

Reactine duo verfügt über eine Wirkstoffkombination aus Antihistaminikum und Schnupfenmittel. Der enthaltene Wirkstoff Cetirizin setzt die Wirkung von Histamin herab, indem im Gewebe die Bindungsstellen für den körpereigenen Botenstoff blockiert werden. Cetirizin bessert die allergischen Beschwerden wie Juckreiz, laufende Nase, tränende Augen, Hautrötung und Atembeschwerden. Der zweite Wirkstoff Pseudoephedrin lässt die Schleimhäute abschwellen und befreit die Nase. Reactine duo ist ein Antihistaminikum der 2. Generation und macht deshalb im Unterschied zu älteren Präparaten generell nicht müde.

Hinweise: Eine Einnahme von Reactine duo darf nicht erfolgen bei einer Überempfindlichkeit (allergisch) gegenüber einem der Wirkstoffe (Cetirizindihydrochlorid, Pseudoephedrin) oder einem der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels oder gegen adrenerge Substanzen. Reactine duo darf ebenfalls nicht eingenommen werden, bei: Harnverhalten, erhöhtem Augeninnendruck (okuläre Hypertension, Glaukom), Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), schweren Nierenerkrankungen, gleichzeitiger Behandlung mit Monoaminoxidase (MAO)-Hemmern oder während 2 Wochen nach dem Ende einer solchen Therapie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise ischämische Herzkrankheiten, Herzrhythmusstörungen (Tachyarrhythmien) und schwerem Bluthochdruck, Schlaganfall mit Hirnblutung (hämorrhagischem Schlaganfall) in der Vorgeschichte oder mit Risikofaktoren, die das Risiko eines hämmorrhagischen Schlaganfalls erhöhen können aufgrund der alpha-mimetischen Aktivität des Vasokonstriktors (Mittel zur Verengung von Blutgefäßen), in Kombination mit Vasokonstriktoren wie Bromocriptin, Pergolid, Lisurid, Cabergolin, Ergotamin, Dihydroergotamin oder jeder anderen Substanz, die zum Abschwellen der Nasenschleimhäute angewendet wird (z. B. Phenylpropanolamin, Phenylephrin, Ephedrin). Das Antiallergikum darf nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwendet werden, da die Verträglichkeit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe noch nicht bewiesen sind. Personen über 60 Jahre und Personen mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion dürfen Reactine duo nicht anwenden. Dies ist unbedingt einzuhalten, da die Wirksamkeit und Verträglichkeit bei diesen Personen nicht erwiesen ist und keine Daten für eine adäquate Dosisempfehlung vorliegen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit gilt: Vor der Einnahme von allen Arzneimitteln ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen. Eine Anwendung von Reactine duo darf in der Schwangerschaft nicht erfolgen. Die Einnahme von Pseudoephedrin in der Schwangerschaft verringert den Blutfluss in der Gebärmutter. Während der Stillzeit wird die Anwendung von Reactine duo nicht empfohlen, da das Antiallergikum in die Muttermilch übergeht. Die Verkehrstüchtigkeit, die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen oder das Arbeiten ohne sicheren Halt kann bei einigen Menschen beeinträchtigt sein, da Benommenheit auftreten kann. Daher ist die individuelle Reaktion auf das Arzneimittel abzuwarten.

Nebenwirkungen: Bei der Anwendung von Reactine duo wurden folgende Nebenwirkungen häufig beobachtet: Schlaflosigkeit, Nervosität, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit bzw. Benommenheit (Somnolenz), Schwindel, Schwächegefühl (Asthenie), Übelkeit, Mundtrockenheit, schneller Herzschlag (Tachykardie). Gelegentlich kann es auch zu Angst, Unruhe, Herzklopfen (Palpitationen) kommen. Selten können folgende Reaktionen auftreten: trockene Haut, Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen, Nesselsucht (Urtikaria), Blässe, Bluthochdruck, Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie), Halluzinationen, psychotische Störungen, Krämpfe, Muskelzittern, Überempfindlichkeit (Erkrankungen des Immunsystems), Leberfunktionsstörungen (Erhöhung von Transaminasen, alkalischer Phosphatase, Gamma-GT, Bilirubin), Erbrechen, Herzrhythmusstörungen. Sehr selten wurden Kreislaufschwäche (kardiovaskulärer Kollaps), Geschmacksstörungen (Dysgeusie), Darmentzündung aufgrund von Durchblutungsstörungen (ischämische Kolitis), fixes Arzneimittelexanthem, Haut- und Schleimhautschwellung beobachtet. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind. (Die vollständige Packungsbeilage steht auf der Internetseite des Herstellers zum Download bereit.)

Reactine duo Retardtabletten (Pfizer Consumer Healthcare GmbH)sind in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.

Thema: Allergien veröffentlich am Mittwoch, 16. April 2008

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