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DAK-Chef warnt: Gesundheitsfonds gefährdet medizinische Versorgung

Herbert Rebscher, Vorstandschef der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK), fordert aufgrund drohender „ernsthafter“ Probleme für die Patienten, eine zeitliche Verschiebung des Gesundheitsfonds.

Gegenüber der „Bild“-Zeitung äußerte sich Rebscher besorgt: „Der Fonds wird die Krankenkassen zwingen, Dumpingpreise zu zahlen. Das führt zu dramatischen Verwerfungen im Gesundheitssystem und gefährdet letztlich die medizinische Versorgung“.

Er rief alle Bundesländer und Krankenkassen auf, zusammen auf eine Erprobungsphase (einjährige Lernphase) für den Fonds hinzuwirken. Dies sei seiner Meinung nach erforderlich, da keiner die Wirkung des Fonds eindeutig abschätzen könne. Gegenüber dem in Berlin erscheinenden Boulevardblatt erklärte der Vorstandsvorsitzende, dass jede andere Vorgehensweise einem Blindflug ohne Autopilot gleichkommen würde.

Der Gesundheitsfonds soll ab dem 1. Januar 2009 in Kraft treten. In diesen Fonds fließen die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern einbehaltenen Krankenkassenbeiträge sowie die Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt. Aus diesem Topf erhalten die einzelnen Kassen Pauschalen für ihre Versicherten. Nach bisheriger Erkenntnis liegen diese zwischen 150 und 170 Euro pro Monat. Hinzukommen werden alters- und risikobezogene Zuschläge. Der morbiditätsbezogene Ausgleich soll für 50 bis 80 schwere Krankheiten gelten.

Thema: www Gesundheit-Nachrichten veröffentlich am Dienstag, 22. April 2008

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