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Generika: Krankenkassen erneut entlastet

Im ersten Quartal 2008, wurde die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) durch den intensiven Preiswettbewerb im Generikamarkt, wiederholt deutlich entlastet.

Obwohl gesetzlich Versicherte in den Monaten Januar bis März dieses Jahres 2 Millionen Generikaprodukte (plus 1,1 Prozent) mehr erhalten haben, mussten die Krankenkassen 143 Millionen Euro weniger dafür ausgeben. Daraus ergibt sich eine Minderbelastung von 5,3 Prozent.

Der Grund liegt unter anderem in einer deutlich erhöhten Generikaquote. So erhielten GKV-Patienten in den ersten drei Monaten 2008 in sechs von zehn Fällen Generika. Dagegen lag die Quote im Jahr 2007 noch bei 56 Prozent. Im generikafähigen Markt, in dem sich der Arzt zwischen einem patentfreien Erstanbieterprodukt und einem Generikum entscheiden kann, lag die Quote sogar bei 85 Prozent. Somit lag die Quote der Verordnungen von Generika-Packungen 5 Prozent über den Werten des Vorjahres. Zugleich reduzierte sich der durchschnittliche Apothekenverkaufspreis für Generika in der Einjahresbetrachtung wiederholt um 3,1 Prozent auf nun 18,87 Euro.

Durch die erhöhte Generikaquote und den weiterhin fallenden Preisen für Generika, konnten die Krankenkassen in den ersten drei Monaten 2008 um 1,883 Milliarden Euro entlastet werden. Dazu kommen die Preisnachlässe, welche sich aus Rabattverträgen zwischen Generikaherstellern und Krankenkassen ergeben.

Diese Zahlen gehen aus den „Marktdaten 2008“ hervor, die vom unabhängigen Marktforschungsinstitut IMS HEALTH erhoben wurden. Laut dem Report sind aber die GKV-Gesamtausgaben für Arzneimittel im ersten Quartal um rund 5 Prozent gestiegen.

Thema: www Medikamente-Nachrichten veröffentlich am Dienstag, 20. Mai 2008

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