Lacrisic Augentropfen zur symptomatischen Behandlung des trockenen Auges (Sicca-Syndrom: Keratitis sicca, Morbus Sjögren, Keratitis punctata, Keratitis filiformis, Keratokonjunktivitis sicca) einschließlich der Symptome, die durch mangelnde Tränensektion bzw. ungenügende Benetzungsfunktion verursacht werden (Juckreiz, Brennen, erschwerter Lidschlag, Rötung, Schmerzen, Trockenheits- und Fremdkörpergefühl, Schleim-, Sekret- und Schaumabsonderung).
„Trockene Augen“ liegen vor, wenn zu wenig Tränenflüssigkeit vorliegt oder die Tränenflüssigkeit in ihrer Zusammensetzung verändert ist. Aber auch durch eine Erkrankung der Augenoberfläche entstehen die so genannten trockenen Augen. Wodurch die Oberfläche des Auges mit jedem Lidschlag (alle 5 bis 10 Sekunden) nicht mehr ausreichend befeuchtet und ernährt wird. Dadurch können die Horn- und Bindehaut geschädigt werden. Was wiederum zu einer Beeinträchtigung der Sehfähigkeit führt.
Ist die Tränenflüssigkeit zu gering oder die Tränen sind in ihrer Qualität verändert, kommt es zu einem Sauerstoffmangel für die empfindliche Hornhaut. Da der Sauerstoff nun über die Blutgefäße der Bindehaut an die Hornhaut gelangen muss, entsteht infolgedessen ein gerötetes Auge. Werden die „Trockenen Augen“ nicht fachgerecht behandelt, können chronische Binde- und Hornhautentzündungen auftreten. Aber auch die Bildung von Hornhautgeschwüren und Narben, verbunden mit der Gefahr einer Sehbehinderung, ist im schlimmsten Fall möglich.
Ein gesunder Tränenfilm ist wichtig, da er die Augenoberfläche schützt und ein klares Sehen ermöglicht. Insgesamt hat der Tränenfilm folgende Aufgaben zu erfüllen:
• bildet eine optische Grenzfläche zur Umwelt
• bewahrt das Auge vor dem Austrocknen
• macht die Lider gleitfähig
• spült Fremdkörper aus
• reinigt das Auge
• schützt vor Infektionen
• dient der Sauerstoffzufuhr
• gleicht Unebenheiten aus
• ernährt die Hornhaut
Die Ursachen für „Trockene Augen“ sind sehr vielfältig, wobei umwelt- und zivilisationsbedingte Einflüsse immer mehr an Bedeutung gewinnen. In vielen Fällen werden die Symptome des Trockenen Auges hervorgerufen durch:
• Tragen von Kontaktlinsen
• Hormonelle Faktoren, wie z.B. Wechseljahre
• Verminderte Tränenproduktion im Alter
• Umweltbelastungen, wie Ozon, allergenhaltige Luft etc.
• Einnahme von bestimmten Medikamenten, wie Antibabypille, Schlafmittel etc.
• Zugluft, wie z.B. Sport ohne Schutzbrille
• UV-Strahlung bei ungeschützten Augen
• Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Rheuma etc.
• Persönliche Umweltbedingungen, wie häufige Bildschirmarbeit, Klimaanlagen, Zigarettenrauch, Heizungsluft etc.
• Geringe Flüssigkeitsaufnahme
In vielen Fällen ist es aber nicht möglich, die auslösenden Ursachen der „Trockenen Augen“ auszuschalten. Mit so genannten „Künstlichen Tränen“ können Schädigungen am Auge entgegengewirkt und die unangenehmen Beschwerden gehemmt werden. Die Tränenersatzmittel (z.B. Lacrisic Augentropfen) ähneln in ihrer Zusammensetzung der natürlichen Tränenflüssigkeit. Sie ersetzen aber nicht nur die verminderte Tränenflüssigkeit, sondern bilden auch einen Gleit- und Schutzfilm. Ebenso führt Lacrisic Augentropfen zu keiner Sichtbehinderung. Die spezielle Zusammensetzung von Lacrisic bewirkt zudem eine längere Verweildauer am Auge. Darüber hinaus sind die Augentropfen gut verträglich.
Um ernsthafte Schädigungen am Auge zu verhindern, sollte aber von einem Augenarzt die Diagnose „Trockene Augen“ gesichert werden. Dieser wir dann eine entsprechende Behandlung vorschlagen.
Hinweise: Lacrisic Augentropfen dürfen bei einer Überempfindlichkeit gegen Benzalkoniumchlorid oder einen anderen Bestandteil nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen: Bei der Anwendung von Lacrisic Augentropfen kann es seltenen zu einer Überempfindlichkeit kommen. In diesen Fällen ist von einer weiteren Behandlung mit dem Präparat Abstand zu nehmen. Lacrisic enthält das Konservierungsmittel Benzalkoniumchlorid, welches besonders bei häufiger Anwendung Reizungen an den Augen (z.B. Rötungen, Fremdkörpergefühl, Brennen) hervorrufen kann. Bei längerer Anwendung kann durch das Konservierungsmittel die Hornhaut geschädigt werden. Bei notwendiger Langzeitbehandlung sollten daher Augentropfen ohne Konservierungsmittel (z.B. Lacrisic SE Einzeldosispipetten) verwendet werden. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen auftreten, die nicht in der Gebrauchsinformation aufgeführt sind.
Lacrisic Augentropfen (Alcon Pharma GmbH) sind in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
Thema: Augen-Ohren veröffentlich am Freitag, 23. Mai 2008
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