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Wieder mehr Zuzahlungen für Medikamente

Generikahersteller wollen den verstärkten Preisdruck der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) nicht mehr mitmachen.

Viele Hersteller sehen sich nicht mehr in der Lage, dem Abwärtstrend der GKV-Festbeträge zu folgen. Dies äußerte der Geschäftsführer des Branchenverbandes Pro Generika, Peter Schmidt, gegenüber dem „Handelsblatt“. Das hat zur Folge, dass die Versicherten künftig wohl wieder häufiger für ihre Arzneimittel zuzahlen müssen. (Die Festbeträge stellen den Sockel dar, für den die GKV bereit ist für ein Arzneimittel zu bezahlen.)

Dieser Trend wird auch von den Marktdaten bestätigt. Die letzte Festbetragssenkung der GKV trat am 1. Juni in Kraft und umfasste 59 Arzneimittelgruppen. Da die Hersteller keine Spielräume sahen mitzuziehen, wuchs die Zahl der Präparate, die die jeweilige Festbetragsmarke überschreiten, um 32 Prozent. Nach Angaben der Generikahersteller, müssen die Patienten jetzt schon bei 6.600 Präparaten wieder vermehrt Zuzahlungen leisten.

Dass es keinen weiteren Platz für Verhandlungen gibt, erklärte Schmidt auch anhand eines weiteren Beispiels. Neben den Festbeträgen wurden von der GKV auch die Preisobergrenzen abgesenkt, bis zu denen Medikamente zuzahlungsfrei abzugeben seien. Aus diesem Grund reduzierte sich die Anzahl der von der Zuzahlung befreiten Arzneimittel um mehr als 30 Prozent.

Thema: www Medikamente-Nachrichten veröffentlich am Dienstag, 10. Juni 2008

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