Der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) reagierte auf die Pläne, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten wieder zu untersagen, mit großer Kritik und der Androhung vor Gericht ziehen zu wollen.
Gegenüber der „Berliner Zeitung“ erklärte der Verbandschef Christian Buse, ein solches „Totalverbot“ sei eine „unverhältnismäßige und rechtswidrige Einschränkung der Berufsfreiheit und der europäischen Warenverkehrsfreiheit“. Buse merkte aber auch an, dass die so genannten „Pick-up-Stationen“, nicht wirklich dem Idealbild des Versandhandels entsprächen. Dagegen wertete der Versandhändler die Kritik aus dem Kreis der Gesundheitspolitiker - wie zum Beispiel von Wolfgang Zöller (CSU) oder Marlies Volkmer (SPD) - wonach Medikamente nicht zwischen Motoröl, Waschmitteln und Zeitungen verkauft werden dürften, als „pure Polemik“.
Weiter erklärte Buse gegenüber der Zeitung, auch wenn der Gesetzgeber in den Pick-up-Stationen eine Gefahr für die Arzneimittelsicherheit sieht, dass dies kein grundsätzliches Verbot des Versands von verschreibungspflichtigen Medikamenten rechtfertigen. Gegebenenfalls ist ein Verbot der Pick-up-Stationen möglich.
Thema: www Medikamente-Nachrichten veröffentlich am Dienstag, 17. Juni 2008
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