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Viele US-Internetapotheken versenden ohne Rezept

Das US-Zentrum für Sucht und Substanzmissbrauch (National Center of Addiction and Substance Abuse, CASA) der Universität Columbia, New York, untersuchte den Versand von Arzneimitteln mit Abhängigkeitspotenzial. Dabei kamen die CASA-Mitarbeiter zu dem Ergebnis, dass von den 365 untersuchten Internethändlern, 85 Prozent rezeptpflichtige Medikamente ohne Vorlage eines ärztlichen Rezepts versenden.

Lediglich 15 Prozent verlangten ein Rezept, von denen sich die Hälfte mit einem Fax zufrieden gab. Dabei blieb vollkommen unberücksichtigt, dass ein Rezept mehrfach gefaxt werden kann. Auch wurde nicht überprüft, ob die Arzneimittel von Minderjährigen bestellt wurden.

Für die Studie wurden von der CASA verschieden starke Schmerzmittel wie Fentanyl, Schlaf- und Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine oder Barbiturate sowie Stimulantien wie Amphetamin bei Internetapotheken geordert. Bereits seit 2004 untersucht das US-Zentrum für Sucht und Substanzmissbrauch den Versandhandel von Arzneimitteln und kam in den letzten Jahren zu ähnlichen Ergebnissen.

Die Präsidentin der Bundesapothekerkammer, Magdalene Linz, kam abschließend zu dem Resultat: „Die Studie zeigt, dass im Internet verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rücksicht auf Suchtgefahr oder Nebenwirkungen verramscht werden. Das Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Verbraucherschutz“.

Thema: www Apotheken-Nachrichten veröffentlich am Mittwoch, 23. Juli 2008

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