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Clotrimazol

Clotrimazol AL 1 % Creme zur Behandlung von Pilzinfektionen der Haut durch Dermatophyten (Fadenpilze), Hefen (z. B. Candida-Arten), Schimmelpilze und andere, wie Malassezia furfur (Hefepilzart) sowie Infektionen durch Corynebakterium minutissimum (Bakterienart). Diese können sich äußern als Mykosen (Pilzerkrankungen) der Füße, der Haut und der Hautfalten, Pityriasis versicolor (Kleienpilzflechte), Erythrasma (auch Baerensprungsche Krankheit), oberflächliche Candidosen.

Auch wenn Pilzerkrankungen relativ häufig auftreten, sind sie nur selten gefährlich. Vielmehr werden die typischen Symptome wie Juckreiz, Schuppung, Brennen und Rötung als lästig und unangenehm empfunden. Da Pilzinfektionen aber von alleine so gut wie gar nicht heilen, sollte bereits bei den ersten Anzeichen mit einer Behandlung begonnen werden. Je länger die Erkrankung nicht behandelt wird, desto tiefer nisten sich die Erreger in die Haut bzw. die Schleimhäute ein. Darüber hinaus sind Pilzinfektionen ansteckend, da die Erreger überall (z.B. Schwimmbad, Sportverein, Hotelzimmer, Sauna, Fitnessstudio) vorhanden sein können.

Bisher sind cirka 500.000 Pilzarten bekannt, von denen etwa 180 Krankheiten beim Menschen auslösen können. Diese Arten werden in drei Hauptgruppen gegliedert:

• Dermatophyten (Fadenpilze)
• Sprosspilze (Hefen)
• Schimmelpilze

Die Dermatophyten verursachen hauptsächlich oberflächliche Hautinfektionen wie Nagelpilz und Fußpilz. Dagegen können die Sprosspilze tief in den Körper gelangen und die Oberfläche des Magen-Darm-Traktes (diese beginnt im Mund und endet im Enddarm) und die Vaginalschleimhaut infizieren. Erkrankungen mit Schimmelpilzen treten besonders bei Menschen mit stark geschwächtem Immunsystem auf und betreffen auch die inneren Organe. Solche Infektionen sind zwar selten, aber oft schwerwiegend. In der Medizin werden Pilzinfektionen meistens als Mykosen bezeichnet.

Am häufigsten treten Pilzinfektionen an den Füßen, den Nägeln und im Vaginalbereich auf. Pilze können grundsätzlich aber jedes Körperteil infizieren. Da die meisten Pilze eine feucht warme Umgebung bevorzugen sind sie an Stellen zu finden, welche diese Lebensbedingungen erfüllen. Aus diesem Grund vermehren sich Pilze auch in Hautfalten beispielsweise in der Leiste oder in der Falte unter der weiblichen Brust. Aber auch unter der Windel können sich die Pilze stark vermehren, dann sprechen Mediziner von der so genannten Windeldermatitis. Einige Pilzerreger kommen aber auch im Gesicht, am Körperstamm und auf der Kopfhaut vor.

Im Normalfall sind Pilzinfektionen leicht zu behandeln. Da sie kaum Resistenzen bilden, können die Erreger in einfachen Fällen auch mit Anti-Pilzmitteln (z.B. Clotrimazol AL) behandelt werden, die schon viele Jahre in der Apotheke erhältlich sind. Schlägt die Therapie aber nicht an oder es bestehen Unsicherheiten, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Clotrimazol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Breitspektrum-Antimykotika (Mittel zur Behandlung von Pilzinfektionen). Mit der Darreichungsform als Creme, wird es äußerlich angewendet. Die Wirkung von Clotrimazol beruht auf die Störung der Zellwandbildung der Pilze. Wodurch die Pilzvermehrung gehemmt und eine weitere Ausbreitung verhindert wird. Darüber hinaus verfügt das Antipilzmittel über eine leicht antibakterielle Wirkung.

Hinweise: Clotrimazol AL 1% (Aliud Pharma GmbH & Co. KG)darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Clotrimazol oder einen der sonstigen Bestandteile. Bei einer Überempfindlichkeit gegen den sonstigen Bestandteil Cetylstearylalkohol ist es ratsam, anstelle der Creme eine cetylstearylalkoholfreie Darreichungsform zu verwenden. In der Schwangerschaft sollte Clotrimazol aus Vorsicht nicht in der Frühschwangerschaft angewendet werden. Während der Stillzeit darf Clotrimazol AL 1% ebenfalls nicht angewendet werden, damit verhindert wird, dass geringe Wirkstoffmengen in die Muttermilch übergehen. Bei der Arbeit mit Maschinen, bei Arbeiten ohne sicheren Halt oder im Straßenverkehr sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Ebenso müssen keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung von Clotrimazol AL 1% beachtet werden. Clotrimazol AL 1% kann die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflussen. So vermindert Clotrimazol die Wirksamkeit von Amphotericin und anderen Polyenantibiotika (Nystatin, Natamycin). Dabei ist zu beachten, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können. Während der Anwendung von Clotrimazol AL 1%, sollten Deodorantien oder andere Kosmetika, auf den erkrankten Hautstellen, nur nach Rücksprache mit dem Arzt genutzt werden, da eine Minderung der Wirksamkeit des Antimykotikums (Antipilzmittel) nicht auszuschließen ist.

Nebenwirkungen: Bei der Anwendung von Clotrimazol AL 1% treten in seltenen Fällen Hautreaktionen (z. B. Brennen, Stechen) auf. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn Nebenwirkungen beobachtet werden, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind. Der Arzt ist beim Auftreten von Nebenwirkungen zu kontaktieren, damit er diese falls notwendig spezifisch behandeln kann.

Clotrimazol AL 1 % Creme ist in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.

Thema: Pilzinfektion veröffentlich am Donnerstag, 24. Juli 2008

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