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DAK-Chef: Gesundheitsfonds verantwortlich für steigende Krankenkassenbeiträge

Vergeblich versucht das Bundesgesundheitsministerium Diskussionen über steigende Krankenkassenbeiträge, welche mit dem Gesundheitsfonds geführt werden, einzuschränken.

Bislang rechnen Experten mit einem Anstieg von „bis zu 15,5 Prozent“ vom Bruttoarbeitslohn der Beschäftigten. Gegenüber der Wirtschaftszeitung „Financial Times Deutschland“ äußerte sich der Chef der Deutschen Angestellten Krankenkassen (DAK), Herbert Rebscher, dazu wie folgt: „15,5 plus X ist ein realistisches Szenario“.

Nach Meinung von Rebscher, werde die Bundesregierung den Einheitsbeitragssatz für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) auf 15,6 bis 15,7 Prozent festlegen. Er begründete dies, mit der vom Gesetzgeber geplanten Finanzierung der verordneten zusätzlichen Ausgaben und dem neuen Risikostrukturausgleich. Zugleich räumte der DAK-Chef ein, dass die momentane Informationslage es aber nicht eindeutig zulasse, die Frage zu beantworten, ob die Kassen Zusatzprämien erheben müssen um ihre tatsächlichen Ausgaben begleichen zu können.

Zu Beginn des Amtsantrittes der großen Koalition aus CDU/CSU und SPD im Herbst vor drei Jahren, lag der GKV-Beitragssatz im Durchschnitt bei 14,2 Prozent. Die Bundesregierung muss aber spätestens zum 1. November für die GKV bundesweit einen einheitlichen Beitragssatz bestimmen, damit der Gesundheitsfonds am 1. Januar 2009 in Kraft treten kann.

Neben dem GKV-Beitrag müsse der Bürger auch Beiträge für die Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung sowie die Pflegeversicherung (plus einem Zuschlag für Kinderlose) bezahlen. Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr, erinnerte daran, dass neben Krankenkassenbeiträgen auch die Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge gestiegen seien. Würde sich die Konjunktur abschwächen, käme es auch zu einer Erhöhung des Arbeitslosenbeitrages, so Bahr. Verbunden mit der Konsequenz, dass die Bürger immer weniger Geld zur Verfügung hätten.

Thema: www Gesundheit-Nachrichten veröffentlich am Montag, 28. Juli 2008

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