Thomapyrin Classic Schmerztabletten werden angewendet bei akuten leichten bis mäßig starken Schmerzen. Zur Einnahme für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.
Neben Rückenschmerzen gehören Kopfschmerzen zu den am häufigsten auftretenden gesundheitlichen Beschwerden. In Deutschland leiden mehr als 70 Prozent aller Bürger zeitweise unter Kopfschmerzen. Nahezu jeder Vierte wird sogar regelmäßig von der Pein im Schädel heimgesucht. Dabei können Kopfschmerzen in unterschiedlichen Arten auftreten. Mehr als 90 Prozent der Kopfschmerzerkrankungen entfallen auf die beiden Kopfschmerzarten Migräne und Spannungskopfschmerzen.
In vielen Fällen sind Spannungskopfschmerzen die Ursache für unregelmäßig auftretende Kopfschmerzen. Sie werden auch episodische Kopfschmerzen genannt, d.h. die Beschwerden treten nur an einigen Tagen im Monat bzw. Jahr (maximal an 180 Tagen im Jahr) auf. Nur 3 Prozent aller Betroffenen leiden unter chronischen Spannungskopfschmerzen. Diese Menschen haben dann etwa jeden zweiten Tag Schmerzen.
Meistens äußerst sich der Spannungskopfschmerz in einem dumpfen und drückenden Schmerz. Er beginnt häufig im Nacken und verteilt sich allmählich über den ganzen Kopf. Viele Betroffene haben dann das Gefühl, einen zu engen Haut, Mütze oder Stirnband zu tragen. Besonders stark ist der Kopfdruck an der Stirn und im Bereich des Nackens. Manchmal strahlt der Schmerz auch bis zu den Augen aus oder ist nicht genau lokalisierbar.
Normalerweise ist die Intensität des Spannungskopfschmerzes leicht bis mäßig stark. Der normale Alltag wird dadurch zwar nicht komplett behindert, er kann aber stark beeinträchtigt werden. Dabei ist der Schmerz im Hintergrund ständig vorhanden. Von den Betroffenen wird er als unerwünschten Begleiter beschrieben. Nur gelegentlich sind die Schmerzen so stark, dass die Menschen ihre täglichen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen können.
Als Ursachen für den Spannungskopfschmerz gelten hauptsächlich Stress und Angst. Auslöser können aber auch Wetterwechsel, Schlafmangel, Rauchen, Alkoholkonsum, Bildschirmarbeit oder schlecht belüftete Räume sein. Auch eine ungenügende Flüssigkeitszufuhr und Hormonschwankungen während des Zyklus der Frau können zu Kopfschmerzen führen. Gelegentlich sind auch Entzündungen (Ohren, Nasennebenhöhlen, Zähne) und muskuläre Verspannungen im Bereich der Nackenwirbel, Fehlhaltungen, Überanstrengung der Augen und Zähneknirschen die Urheber.
Merkmale die auf einen Spannungskopfschmerz hinweisen:
● beidseitiger Kopfschmerz
● dumpfer und drückender Schmerz
● leichte bis mäßige Schmerzintensität
● Schmerzen verstärken sich durch leichte körperliche Anstrengung nicht
● Begleitbeschwerden (z.B. Übelkeit, Schwindel) bestehen nicht
● erhöhte Lärmempfindlichkeit oder Lichtscheu ist möglich
● Schmerzdauer ½ Stunde bis zu einer Woche
Thomapyrin Classic Schmerztabletten verfügen über ein breites Wirkungsspektrum. Dadurch wird eine schnelle und zuverlässige Wirkung auf verschiedenen Schmerzebenen unterschiedlichen Ursprungs erreicht. Die Acetylsalicylsäue wirkt fiebersenkend und entzündungshemmend. Im Körpergewebe hemmt der Wirkstoff die Produktion von wichtigen Botenstoffen (Prostaglandinen) bei Schmerzreaktionen. Die fiebersenkende Wirkung wird durch die Beeinträchtigung des Temperaturregelzentrums im Gehirn erreicht. Dagegen verfügt der Wirkstoff Paracetamol über schmerzstillende und fiebersenkende Eigenschaften. Zusätzlich verstärkt Coffein die Wirkung von Acetylsalicylsäure (ASS) und Paracetamol. Gleichzeitig beschleunigt Coffein den Wirkungseintritt.
Verschlimmern sich die Beschwerden oder bleibt eine Besserung nach 3 bis 4 Tagen aus, ist es notwendig, einen Arzt aufzusuchen.
Generell gilt: Treten die Kopfschmerzen plötzlich und sehr stark auf, sind begleitet von Übelkeit, Fieber etc. oder kehren diese über einen längeren Zeitraum (Wochen und Monate) immer wieder, muss ein Arzt kontaktiert werden.
Hinweise: Thomapyrin Classic Schmerztabletten dürfen nicht eingenommen werden bei (allergischer) Überempfindlichkeit gegen Acetylsalicylsäure, Salicylate oder andere NSAIDs (bestimmte Mittel gegen Schmerzen, Fieber oder Entzündungen), Paracetamol oder einen der sonstigen Bestandteile. Eine Anwendung von Thomapyrin Classic darf auch nicht erfolgen, bei: Magen- und Darmgeschwüren, schweren Leberfunktions- und Nierenfunktionsstörungen, schwerer und nicht durch Medikamente einstellbarer Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche), krankhaft erhöhter Blutungsneigung, gleichzeitiger Einnahme von 15 mg oder mehr Methotrexat pro Woche, in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft sowie von Kindern und Jugendlichen unter 12 Jahren. In der Schwangerschaft soll Thomapyrin Classic Schmerztabletten nicht eingenommen werden, da die Schwangerschaft und/oder die Entwicklung des ungeborenen Kindes beeinträchtigt werden kann. Aus diesem Grund sollte während des 1. und 2. Schwangerschaftsdrittels Thomapyrin Classic nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Zahnarzt angewendet werden. Da es ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und Missbildungen gibt, sollte die Einnahme des Arzneimittels dann aber nur in geringster wirksamer Dosierung und für die kürzestmögliche Zeit erfolgen. Dies gilt auch für Frauen mit Kinderwunsch. Im letzten Schwangerschaftsdrittel sowie während der Geburt dürfen Thomapyrin Classic Schmerztabletten nicht angewendet werden, da ein erhöhtes Risiko von Komplikationen für Mutter und Kind besteht. Grundsätzlich ist bei Feststellung einer Schwangerschaft, während der Einnahme des Arzneimittels, der Arzt zu kontaktieren. Bei Einnahme von Thomapyrin Classic während der Stillzeit, können die Wirkstoffe des Arzneimittels in die Muttermilch übergehen. Daher kann das Befinden und Verhalten des Säuglings durch mit der Muttermilch aufgenommenes Coffein beeinträchtigt werden. Wird das Arzneimittel kurzfristig in der empfohlenen Dosis angewendet, wird eine Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht notwendig sein. Bei einer langfristigen Anwendung bzw. Einnahme in höherer Dosierung sollte abgestillt werden. Beim Führen von Kraftfahrzeugen und dem Bedienen von Maschinen sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich. Da Thomapyrin Classic als sonstigen Bestandteil Lactose enthält, sollte das Arzneimittel erst nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, wenn bekannt ist, dass ein Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern vorliegt.
Nebenwirkungen: Häufig kann es unter der Anwendung von Thomapyrin Classic zu Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Sodbrennen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Mikroblutungen), Schwindel und Nervosität kommen. Gelegentlich wurden Blähungen, Durchfall, Herzklopfen und Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautreaktionen) beobachtet. Selten kann es im Margen-Darm-System zu Magen-Darm-Blutungen kommen, die sehr selten zu einer Eisenmangelanämie führen können. Dieser ist sofort zu benachrichtigen, beim Auftreten von schwarzem Stuhl oder blutigem Erbrechen (Anzeichen einer schweren Magenblutung). Selten kann es auch zur Entzündung der Speiseröhre und Magen-Darm-Geschwüre kommen, die sehr selten zu einem Durchbruch führen können. Ebenso wurden selten erhöhte Leberwerte, Herzrasen, vermehrtes Schwitzen, Zittern, Erregung und Erschöpfung beobachtet. Ebenso können selten Überempfindlichkeitsreaktionen wie Anfälle von Atemnot, schwere Hautreaktionen (z. B. Erythema multiforme) evtl. mit Blutdruckabfall, allergischer Schock, Schwellungen von Gesicht, Zunge und Kehlkopf (Quincke-Ödem), vor allem bei Asthmatikern auftreten. Sehr selten kam es zu einem verringerten Blutzuckerspiegel, Leberfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, Bronchialkrampf (bei Patienten, die allergisch auf bestimmte Schmerzmittel -NSAID- reagieren) und Blutbildveränderungen (z.B. Verringerung der Zahl der Blutzellen). Folgende Nebenwirkungen können auftreten, bei denen die Häufigkeit aber nicht aus den verfügbaren Daten berechnet werden kann. Dazu gehören: Sehstörungen, Magenschleimhautentzündung, gestörtes Hörvermögen, Ohrenklingen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit sowie geistige Verwirrung (mögliche Anzeichen einer Überdosierung), Blutungen wie z.B. Nasenbluten, Zahnfleischbluten oder Hautblutungen mit einer möglichen Verlängerung der Blutungszeit. Diese Wirkung kann über 4 bis 8 Tage nach der Einnahme anhalten. Die Aufzählung der oben aufgeführten unerwünschten Wirkungen umfasst auch solche unter hochdosierter Langzeittherapie mit Acetylsalicylsäure bei Rheumapatienten. Magen-Darm-Beschwerden sind wahrscheinlicher, wenn höhere Dosen genommen werden. In einzelnen Fällen wurde im zeitlichen Zusammenhang mit der Anwendung bestimmter entzündungshemmender Arzneimittel (NSAIDs, zu diesen gehören auch Thomapyrin Classic Schmerztabletten) eine Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis) beschrieben. Das enthaltene Coffein kann zu Schlaflosigkeit, innerer Unruhe, Zittern, Herzrasen oder Magenbeschwerden führen. Beim Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion (Nebenwirkung), ist das Arzneimittel nicht weiter einzunehmen und der Arzt ist möglichst umgehend aufzusuchen. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt oder wenn Nebenwirkungen bemerkt werden, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind. Die vollständige Gebrauchsinformation kann auf der Internetseite des Herstellers eingesehen werden.
Thomapyrin Classic Schmerztabletten sind in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
Thema: Schmerzen veröffentlich am Freitag, 22. August 2008
apotheke-medikamente.info ist keine Apotheke. Sie sollten Informationen von apotheke-medikamente.info niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Nehmen Sie niemals Medikamente ohne Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein! Generell gilt: Für Fragen zu Arzneimitteln, Risiken und Nebenwirkungen kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.