Ginkobil ratiopharm 120 mg eignet sich zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei Minderung bzw. Verlust angeeigneter geistiger Fähigkeiten (dementielles Syndrom) mit den Hauptbeschwerden: Konzentrationsstörungen, Gedächtnisstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrensausen, depressive Verstimmung. Zur Einnahme für Erwachsene ab 18 Jahren.
Von den Menschen über 65 Jahren leiden etwa 10 Prozent unter einem dementiellen Syndrom. Mit steigendem Lebensalter nimmt die Häufigkeit an einer Demenz zu erkranken sogar zu. Bei den über 90-jährigen sind schon 40 Prozent davon betroffen. Der Begriff Demenz oder dementielles Syndrom beschreibt den Verlust der geistigen Fähigkeiten. Dabei kommt es zu einer Abnahme der Gedächtnisleistung und des Denkvermögens.
Aufgenommene Informationen können entweder gar nicht oder nur noch eingeschränkt wiedergeben werden. Auch müssen sie sich bei einfachen Abläufen, die früher fast automatisch erledigt wurden, stärker konzentrieren. Älteren Menschen fällt es oft auch schwer, bestimmte Bewegungsabläufe und geistige Tätigkeiten miteinander zu kombinieren. Sie haben zum Beispiel Schwierigkeiten, einem Gespräch während der Hausarbeit zu folgen und den Inhalt anschließend zu wiederholen. Mit steigendem Alter steigt die Konzentration bei einfachen Bewegungen, während andere geistige Vorgänge ruhen.
In vielen Fällen tritt als erstes Symptom eine Gedächtnisstörung auf. Ebenso lässt die Fähigkeit, Inhalte schnell und lange genug im Kurzzeitgedächtnis zu speichern nach. Darüber hinaus kommt es zu Konzentrationsstörungen und die Denkleistung nimmt ab. In der Anfangsphase zeigen sich zudem oft Symptome einer depressiven Verstimmung. In einem fortgeschrittenen Stadium kommt es dann häufig zu Sinnestäuschungen. Später fällt es den Betroffenen schwer, ihren Alltag zu organisieren.
Anzeichen eines dementiellen Syndroms sind unter anderem:
● Gedächtnisstörungen, Vergesslichkeit
● Konzentrationsstörungen
● Schwierigkeiten bei der Planung und Durchführung komplexer Vorgänge
● Kopfschmerzen, Schwindel
● Ohrensausen
● Depression
● Antriebsarmut
● Orientierungslosigkeit, eingeschränktes Urteilsvermögen.
Diese Symptome können aber auch Anzeichen einer seelischen Erkrankung oder anderer Gehirnerkrankungen sein, dies sollte vor der Anwendung von Medikamenten unbedingt abgeklärt werden.
Bei leichten Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen kann Ginkobil ratiopharm 120 mg helfen. Indem der Wirkstoff Ginkgo biloba die Durchblutung des Gehirns fördert und so die Sauerstoffversorgung der Nervenzellen optimiert. Dies führt zu einer Verbesserung der Konzentration und Merkfähigkeit. Darüber hinaus schützt Ginkgo die Nervenzellen vor freien Radikalen, was zu einer verlängerten Lebensdauer der Hirnzellen führt.
Vor Beginn der Behandlung mit Ginkobil 120 mg Filmtabletten ist abzuklären, ob die Symptome nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Treten Schwindelgefühle und Ohrensausen häufig auf, müssen diese von einem Arzt abgeklärt werden. Ein Arzt ist sofort aufzusuchen, bei plötzlich auftretender Schwerhörigkeit bzw. einem Hörverlust.
Hinweise: Ginkobil 120 mg Filmtabletten dürfen nicht eingenommen werden bei einer (allergischen) Überempfindlichkeit gegenüber Ginkgo biloba oder einem der sonstigen Bestandteile. Während der Schwangerschaft darf das Arzneimittel ebenfalls nicht angewendet werden, da es einzelne Hinweise darauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft erhöhen könnten. Da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen, sollte Ginkobil ratiopahram 120 mg in der Stillzeit nicht eingenommen werden. Ob die Inhaltsstoffe des Extraktes in die Muttermilch übergehen, ist bisher nicht bekannt. Das Arzneimittel soll bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden, da für diese Altersgruppe keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen. Besondere Vorsicht bei der Einnahme von Ginkobil 120 mg ist erforderlich bei einer krankhaft erhöhten Blutungsneigung (hämorrhagische Diathese) und einer gleichzeitigen Behandlung mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln. In diesen Fällen sollte das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit einem Arzt angewendet werden. Das Arzneimittel ist vor einer Operation vorsichtshalber abzusetzen, da es vereinzelt Hinweise darauf gibt, dass Ginkgo-haltige Präparate die Blutungsbereitschaft erhöhen könnten. Der Arzt ist frühzeitig zu informieren, wenn Ginkobil ratiopharm 120 mg eingenommen wurde, damit er über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Bei Vorliegen eines Krampfleidens (Epilepsie), ist vor Beginn der Einnahme des Arzneimittels eine Rücksprache mit dem Arzt erforderlich. Bei bekannter Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern ist Ginkobil 120 mg Filmtabletten erst nach Rücksprache mit dem Arzt einzunehmen. (Dieses Arzneimittel enthält Lactose.) Eine Wirkungsverstärkung kann nicht ausgeschlossen werden, wenn Ginkobil 120 mg gleichzeitig mit blutgerinnungshemmenden Arzneimitteln (wie z.B. Phenprocoumon, Warfarin, Clopidogrel, Acetylsalicylsäure und andere nichtsteroidale Antirheumatika) eingenommen wird. Wie für alle Arzneimittel kann auch für Ginkobil ratiopharm 120 mg ein Einfluss auf die Verstoffwechselung verschiedener anderer Arzneimittel nicht ausgeschlossen werden, was Wirkungsstärke und/oder Wirkungsdauer der betroffenen Arzneimittel beeinflussen könnte. Da keine ausreichenden Untersuchungen hierzu vorliegen, sollte eine Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker erfolgen. Bei Einnahme des Arzneimittels zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken sind keine Besonderheiten zu beachten.
Nebenwirkungen: Unter der Einnahme von Ginkobil ratiopharm 120 mg können Blutungen an einzelnen Organen auftreten, vor allem wenn gleichzeitig gerinnungshemmende Arzneimittel wie Phenprocoumon, Acetylsalicylsäure oder andere nicht-steroidale Antirheumatika eingenommen werden. Ebenso kann es zu einem allergischen Schock (schwere Überempfindlichkeitsreaktion) bei überempfindlichen Personen kommen. Auch können allergische Hautreaktionen (Hautrötung, Hautschwellung, Juckreiz) auftreten. Darüber hinaus sind leichte Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel oder eine Verstärkung bereits bestehender Schwindelbeschwerden möglich. Beim Auftreten einer der oben genannten Nebenwirkungen ist Ginkobil 120 mg nicht nochmals einzunehmen. Gleichzeitig ist sofort der Arzt aufzusuchen, damit er über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen entscheiden kann. Der Arzt oder Apotheker ist zu informieren, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt, oder wenn Nebenwirkungen bemerkt werden, die nicht in der Gebrauchsinformation angegeben sind.
Ginkobil ratiopaharm 120 mg Filmtabletten sind in der Apotheke und Versandapotheke erhältlich.
Thema: Nerven-Schlaf veröffentlich am Freitag, 19. September 2008
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