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Schweinegrippe: Zahl der Neuinfektionen sinkt

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen sinkt in Deutschland. Bereits am letzten Wochenende hat es erste Meldungen gegeben, dass die Schweinegrippe ihren Zenit erreicht hat und langsam abebbt. Gleichzeitig befürchten einige Bundesländer, auf eine große Anzahl der 50 Millionen georderten Impfdosen sitzen zu bleiben.

Im Bundesland Bayern, wo die aktuelle Schweinegrippe-Welle ihren Anfang nahm, nimmt seit zwei Wochen die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen ab. „Das ist ein zarter Trend“, sagte die Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI), Susanne Glasmacher, dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ am Samstag (28.11.). Der Direktor des Robert-Koch-Instituts, Jörg Hacker, sprach am Mittwoch bei einer Sitzung des Gesundheitssausschusses sogar davon, dass offenbar der Scheitelpunkt erreicht sei.

Auch in den Bundesländern im Norden scheint sich die Lage zu entspannen. Doris Schrage, die pflegerische Leiterin der Notfallambulanz am Altonaer Kinderkrankenhaus in Hamburg, sagte: „Vermutlich ist die große Infektionswelle schon vorbei.“ Der Trend wird aber auch mit Vorsicht betrachtet. „Wir wissen nur noch nicht, ob es das wirklich schon war“, sagte Thorsten Wygold, Chefarzt am hannoverschen Kinderkrankenhaus auf der Bult. Der ehemalige Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Prof. Johannes Löwer, gab ebenfalls zu bedenken, dass es durchaus zu einer weiteren Schweinegrippe-Welle kommen könne.

Bezüglich der rückläufigen Infektionsfälle befürchten jedoch die Bundesländer, auf vielen der bestellten 50 Millionen Impfstoffdosen sitzen zu bleiben. „Wir wollen jetzt beim Hersteller GlaxoSmithKline ausloten, ob wir wirklich alle Dosen abnehmen müssen“, sagte ein mit den Vertragsverhandlungen vertrauter Ministerialbeamter dem „Spiegel“. Auch hätten einzelne Staaten Interesse am deutschen Impfstoff bekundet. Inzwischen sind bis zu 4,8 Millionen Bundesbürger, darunter Risikogruppen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens, gegen die Schweinegrippe geimpft. Die Herstellerfirma GlaxoSmithKline (GSK) hat nach eigenen Angaben, bisher etwa 9,6 Millionen Impfdosen an die Bundesländern ausgeliefert.

Seit dem ersten Auftreten der sogenannten Schweinegrippe in Deutschland, sind knapp 173 000 (KW48) Infektionsfälle dem Robert-Koch-Instituts (RKI) gemeldet worden. An der Krankheit sind mit Stand 01.12. - Nachmittag 66 Menschen gestorben.

Thema: www Gesundheit-Nachrichten veröffentlich am Donnerstag, 03. Dezember 2009

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